11 March 2026, 18:17

Dresden evakuiert 18.000 Menschen wegen einer 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg

Ein altes Dokument mit einer Zeichnung einer Stadtansicht, die die Belagerung von Dresden im Jahr 1803 zeigt, mit Text, der die Ereignisse der Belagerung beschreibt.

Zweiter Weltkrieg: Bombe in Dresden entschärft - Zünder vor Ort detoniert - Dresden evakuiert 18.000 Menschen wegen einer 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg

Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Dresdner Innenstadt entdeckt – 18.000 Anwohner müssen evakuiert werden

Eine im Zweiten Weltkrieg abgeworfene Bombe, die am Mittwoch in der Dresdner Innenstadt gefunden wurde, zwang die Behörden, rund 18.000 Anwohner in Sicherheit zu bringen. Der Sprengkörper war in der Nähe der eingestürzten Carolabrücke entdeckt worden und stellte wegen seines instabilen Zünders ein erhebliches Risiko dar. Die Einsatzkräfte richteten umgehend eine Sperrzone mit einem Radius von 1.000 Metern ein, während Kampmittelräumer mit der Entschärfung des Fundes begannen.

Die 250 Kilogramm schwere Bombe war bei einer routinemäßigen Munitionssuche auf der Neustädter Seite der Elbe aufgespürt worden. Anders als viele andere Kriegsrelikte verfügte dieser Sprengkörper nur über einen einzigen Zündmechanismus – doch gerade dessen beschädigter Zustand machte ihn zum gefährlichsten Teil der Bombe. Der Zünder war bereits bei der ursprünglichen Detonation so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass eine manuelle Entschärfung ausgeschlossen war.

Um die Gefahr zu bannen, setzten die Experten einen Hochdruck-Wasserstrahlschneider ein. Mit dieser Methode gelang es, den Zünder vom Bombenkörper zu trennen, ohne eine Explosion auszulösen. Der gesamte Einsatz dauerte zwei Stunden, in denen die Fachleute unter kontrollierten Bedingungen mit größter Vorsicht arbeiteten.

Nach der Isolierung wurde der Zünder vor Ort kontrolliert gesprengt, wobei nur ein kleines Fragment zurückblieb. Wäre der Wasserstrahl-Ansatz gescheitert, hätte das Team als letzte Option die gesamte Bombe an Ort und Stelle detonieren müssen.

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Die erfolgreiche Aktion beseitigte die akute Bedrohung, sodass die evakuierten Anwohner in ihre Häuser zurückkehren konnten. Dresden hat seit Kriegsende immer wieder mit ähnlichen Blindgängern zu kämpfen, auch wenn über die genaue Zahl der bisherigen Entschärfungen keine vollständigen Aufzeichnungen existieren. Die Behörden überwachen weiterhin Gebiete, in denen noch nicht entdeckte Kriegsmunition im Boden verborgen sein könnte.

Quelle