Elbtunnel früher fertig: Meilenstein für die deutsche Energiewende erreicht
Jana SimonElbtunnel früher fertig: Meilenstein für die deutsche Energiewende erreicht
Elbtunnel fertiggestellt – früher als geplant
Der Elbquerungstunnel ist vorzeitig fertiggestellt worden. Die 5,2 Kilometer lange Röhre verbindet Wewelsfleth in Schleswig-Holstein mit Wischhafen in Niedersachsen und ist ein zentraler Bestandteil des deutschen Stromtrassenprojekts SüdLink, das Hochspannungs-Gleichstromkabel unter der Elbe hindurchführen soll.
Beim Bau kamen mechanisierte Tunnelvortriebsmaschinen in beträchtlicher Tiefe unter dem Flussbett zum Einsatz. Die Baucrews stießen dabei auf schwierige Bodenverhältnisse, darunter wasserführende Schichten, die die Arbeiten zeitweise verlangsamten. In den letzten 400 Metern verbesserten sich die Bedingungen jedoch, sodass der Vortrieb beschleunigt werden konnte – mit einem Spitzenwert von 32,6 Metern pro Tag. Die beste Wochenleistung lag bei 158,7 Metern.
Der Durchbruch erfolgte früher als erwartet. Der beauftragte Baukonzern Porr bezeichnet den Tunnel als eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für die deutsche Energiewende. Nun, da die Rohbauarbeiten abgeschlossen sind, beginnt die Innenausstattung sowie die technische Ausstattung des Tunnels.
Der Tunnel ermöglicht die Verlegung der Hochspannungskabel unter der Elbe und markiert damit einen entscheidenden Schritt beim Ausbau des deutschen Netzes für erneuerbare Energien. Die Innenarbeiten und die technische Ausrüstung sollen umgehend starten.
