Emotionale Debatte: Dermbach diskutiert über Windenergie und Bürgerproteste
Anton HuberEmotionale Debatte: Dermbach diskutiert über Windenergie und Bürgerproteste
In der Gemeinde Dermbach fand am Montag eine öffentliche Versammlung statt, um über die Windenergie in der Region zu diskutieren. Rund 100 Anwohner, darunter Gemeinderäte und Vertreter einer Bürgerinitiative, nahmen an der Veranstaltung teil. Im Mittelpunkt standen das ausgewiesene Windvorranggebiet W 14 sowie ein neuer Teilflächennutzungsplan für die Windenergie.
Der zweite Entwurf des Teilplans sieht 40 neue Windvorranggebiete vor, die insgesamt etwa 7.483 Hektar umfassen. Während der Fragerunde überwogen kritische Stimmen zur Windenergie, wobei Bedenken hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen, Landschaftsbeeinträchtigungen und unzureichender Speicherkapazitäten geäußert wurden.
Einige Anwohner forderten zudem eine direkte Bürgerbeteiligung oder eine Volksabstimmung über Windenergieprojekte. Die Bürgerinitiative „Keine Windräder im Wald“ aus Stadtlengsfeld unterstützte die Teilnehmer bei der Vorbereitung und Einreichung von Einwendungen.
Landrat Dr. Michael Brodführer und Bürgermeister Thomas Hugk erkannten die emotionale Brisanz des Themas an. Beide betonten ihr Engagement für die positive Entwicklung des Landkreises und der Gemeinde, mahnten jedoch zugleich zu einer abgewogenen Betrachtung von Chancen und Risiken.
Die Veranstaltung dauerte über zwei Stunden und endete mit einem Dank von Bürgermeister Hugk an die Teilnehmer für die konstruktive Diskussion und den respektvollen Austausch. Die Versammlung zeigte, wie dringend weiterer Dialog über die Windenergiepläne in der Region erforderlich ist.






