04 April 2026, 00:24

Europas neues KI-Netzwerk startet in Vilnius und will Unabhängigkeit schaffen

Eine animierte Diagramm eines globalen Informationsnetzwerks mit miteinander verbundenen Satelliten, die die Erde umkreisen, vor einem hellen weißen Hintergrund, mit der Anzeige des Textes "Globales Informationsnetzwerk".

Europas neues KI-Netzwerk startet in Vilnius und will Unabhängigkeit schaffen

Ein neues europäisches KI-Netzwerk entsteht, um die Abhängigkeit von ausländischen Anbietern zu verringern. Das EU-KI-Netz (EU AI Grid), das in diesem Jahr in Vilnius an den Start ging, soll bald auf fünf weitere Länder ausgeweitet werden. Die Verantwortlichen betonen, dass das Projekt Arbeitsplätze, Daten und wirtschaftliche Vorteile in Europa halten soll.

Die Initiative wurde auf der Münchner Cybersicherheitskonferenz am 14. Februar 2026 vorgestellt. Der EU-Kommissar für Verteidigung und Weltraum, Andrius Kubilius, unterstützte die Ankündigung und unterstrich die Notwendigkeit eigener KI-Kapazitäten, um den europäischen Informationsraum zu schützen.

Das EU-KI-Netz nahm am 22. Januar 2026 im Telecentras in Vilnius, Litauen, seinen Betrieb auf. Im Gegensatz zu ausländisch kontrollierten Rechenzentren behandelt dieses Netzwerk KI als lokale Infrastruktur – gemessen, reguliert und betrieben von regionalen Anbietern. Diese stellen lokale Teams ein, legen ihre Preise selbst fest und behalten alle Einnahmen in ihren Ländern.

Auf der Münchner Konferenz wies Kommissar Kubilius auf die Risiken der aktuellen KI-Wirtschaft in Europa hin: Ausländische Unternehmen bauen Rechenzentren, verbrauchen Energie und verkaufen KI-Dienste zu überhöhten Preisen zurück an Europa. Die Ausweitung des Netzes soll diesen Trend umkehren, indem ein föderales System lokal betriebener KI-Knotenpunkte entsteht.

Fünf neue Länder – Estland, Lettland, Deutschland, Finnland und Schweden – stehen bereit, eigene Infrastruktur aufzubauen. Auch Italien wird dem Netz beitreten, das sich damit von der Baltik bis nach Berlin und Rom erstreckt. Embedded LLM, das Unternehmen hinter dem Projekt, unterhält zwar bereits Teams in Singapur, Taiwan und Vilnius, doch das Netz selbst bleibt vollständig in europäischer Hand.

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Die Einführung des EU-KI-Netzes markiert einen Wandel hin zu einer eigenständigen KI-Infrastruktur auf dem Kontinent. Lokale Betreiber kontrollieren Preise, Arbeitsplätze und Erträge, sodass der wirtschaftliche Nutzen innerhalb der nationalen Grenzen bleibt. Die Expansion in die fünf neuen Länder soll in den kommenden Monaten beginnen.

AKTUALISIERUNG

EU AI Grid Expands: Key Features Revealed

The EU AI Grid's expansion now includes technical details about its design. The network features:

  • Decentralized compute nodes across member states.
  • Compliance with the EU AI Act for ethical standards.
  • Support for large language models while keeping data within EU borders.