EVO schließt Pelletwerk in Offenbach bis 2026 – 17 Jobs betroffen
Energieversorgung Offenbach AG (EVO) gibt Schließung ihres Pelletwerks bis Ende 2026 bekannt
Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) hat angekündigt, ihr Pelletwerk bis Ende 2026 zu schließen. Die Entscheidung folgt auf steigende Kosten und veränderte Marktbedingungen, die den Betrieb der Anlage wirtschaftlich unrentabel gemacht haben. Von der Stilllegung betroffen sind 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die derzeit am Standort beschäftigt sind.
EVO kämpft seit Längerem mit stark gestiegenen Ausgaben für Rohstoffe und Logistik. Diese Kosten, kombiniert mit anhaltend niedrigen Verkaufspreisen für Pellets, haben die Rentabilität des Werks stark beeinträchtigt. Zudem ist die Anlage auf extern bezogenes Sägemehl angewiesen, das nach Offenbach transportiert werden muss – ein weiterer Faktor, der die betrieblichen Herausforderungen verstärkt.
Das Unternehmen prüfte verschiedene Optionen, um den Standort zu erhalten, fand jedoch keine tragfähige langfristige Lösung. Ein genereller Wandel im Heizungsmarkt hin zu elektrischen Systemen wie Wärmepumpen hat die Nachfrage nach pelletbasierten Heizlösungen zusätzlich verringert. Daher wird das Werk am 31. Dezember 2026 endgültig geschlossen; der Abriss ist für 2027 vorgesehen.
Die Stilllegung schafft Raum für eine mögliche Neunutzung des Geländes. EVO plant, neue gewerbliche und industrielle Ansiedlungen in dem Gebiet zu fördern. Für die betroffenen Beschäftigten wird das Unternehmen individuelle Unterstützung anbieten, darunter interne Versetzungen und Hilfen zur beruflichen Neuorientierung.
Trotz der Werksschließung hat EVO in den vergangenen Jahren in anderen Bereichen expandiert. Die Unternehmensgruppe, die rund 690 Menschen beschäftigt, hat allein im Netzbetrieb über 40 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Mit der Einstellung der Pelletproduktion Ende 2026 konzentriert sich EVO nun darauf, die betroffenen 17 Mitarbeiter zu begleiten und das Gelände für eine zukünftige Nutzung vorzubereiten. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen seinen übrigen Geschäftsbereichen verpflichtet, in denen das jüngste Beschäftigungswachstum die aktuellen Einschnitte ausgleicht.






