FIFA-Ticketpreise für WM 2026: Politiker fordern bezahlbare Alternativen
Jonas SchmidtFIFA-Ticketpreise für WM 2026: Politiker fordern bezahlbare Alternativen
Deutsche Politiker haben die Ticketpreise der FIFA für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft scharf kritisiert. Aydan Özoğuz, Vorsitzende des Sportausschusses des Bundestags, bezeichnete die Kosten als ungerecht und für die meisten Fans unerschwinglich. Der sportpolitische Sprecher der CSU, Stephan Mayer, nannte die Preise dagegen "abсурd und überzogen".
Özoğuz warf der FIFA vor, durch künstliche Verknappung und hohe Preise leidenschaftliche Anhänger auszuschließen. Sie forderte den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf, sich für günstigere Tickets und besseren Zugang einzusetzen. Das aktuelle System begünstige ihrer Meinung nach nur wohlhabende Zuschauer.
Auf der offiziellen FIFA-Weiterverkaufsplattform wurden vier Tickets für das Finale zu je fast zwei Millionen Euro angeboten. Mayer verurteilte diese Summen als "unhaltbar" und betonte, der Fußball lebe von seinen Fans. Die FIFA müsse Zurückhaltung üben, um den Sport inklusiv zu halten.
Beide Politiker unterstrichen, dass der DFB eine klarere Position beziehen müsse. Özoğuz erwartete vom Verband, sich für fairere Preise einzusetzen, während Mayer warnte, dass hohe Kosten das Turnier zu einer Veranstaltung nur für eine privilegierte Elite machen könnten.
Die Kritik zeigt die wachsende Besorgnis über die Ticketpolitik der FIFA. Angesichts von Finaltickets im Millionenbereich droht vielen Fans der Zugang verwehrt zu bleiben. Nun fordern Politiker den DFB auf, einzugreifen und bezahlbarere Optionen durchzusetzen.






