18 February 2026, 02:28

Flammendes Finale: Kölner verbrennen den Nubbel zum Karnevalsausklang

Eine große Menschenmenge, die eine Straße mit Zelten, Bäumen, Pfählen, Laternen und einer Statue gesäumt, mit Gebäuden im Hintergrund und einem bewölkten Himmel mit Ballons bei der Christopher Street Day Parade in Berlin.

Nubbelverbrennung markiert Ende des Straßenkarnevals in Köln - Flammendes Finale: Kölner verbrennen den Nubbel zum Karnevalsausklang

Kölner Straßen füllten sich am Dienstagabend mit Menschenmengen, als Anwohner sich zur jährlichen "Nubbelverbrennung" versammelten. Dieser jahrhundertealte Brauch markiert das Ende der Karnevalsfeiern und den Beginn der Fastenzeit. Bei dem Ritual wird eine Strohpuppe angezündet, die symbolisch für die Läuterung der Gemeinschaft nach Tagen des ausgelassenen Treibens steht.

Die Nubbelverbrennung geht auf das 19. Jahrhundert zurück, als sie als lokaler Volksbrauch im Rheinland entstand. Ursprünglich verkörperte die Puppe die Ausschweifungen des Karnevals, und ihre Vernichtung stand für einen Neuanfang vor der Fastenzeit. Mit der Zeit verbreitete sich die Tradition in benachbarte Städte und wurde zu einem zentralen Bestandteil der regionalen Karnevalskultur.

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Aschermittwoch beendet offiziell die "tollen Tage" des Karnevals und lenkt den Fokus auf Besinnung und Enthaltsamkeit. In Köln beobachteten Schaulustige, wie die mit den symbolischen Sünden der vergangenen Woche beladene Strohfigur in Nachbarschaftsfeiern in Flammen aufging. Die Feuer verzehrten den Nubbel und beendeten die Festlichkeiten mit einer dramatischen, gemeinschaftlichen Geste.

In der Nachbarstadt Düsseldorf findet am Aschermittwoch eine eigene Version des Rituals statt: Dort brennt die "Hoppeditz"-Figur, um Monate später, am 11. November, wenn die neue Karnevalssaison beginnt, "wiedergeboren" zu werden.

Die Nubbelverbrennung bleibt eine der beständigsten Karnevalstraditionen des Rheinlands. Jahr für Jahr bringt das Ritual Einheimische zusammen, um die symbolische Reinigung vor der Fastenzeit zu erleben. Mit der Asche der Puppe wendet sich die Gemeinschaft einer Phase der stillen Besinnung zu.