03 March 2026, 18:20

Forscher verwandeln E-Methanol in 23.000 Liter klimaneutrales Benzin – ein Durchbruch

Eine Liniengrafik zeigt die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstofftyp von 2000 bis 2040 mit begleitendem beschreibendem Text.

Forscher verwandeln E-Methanol in 23.000 Liter klimaneutrales Benzin – ein Durchbruch

Ein Team der TU Bergakademie Freiberg hat einen bedeutenden Schritt bei der Herstellung klimaneutraler Kraftstoffe erreicht: Erstmals gelang es den Forschenden, erneuerbares E-Methanol aus Dänemark in nahezu 23.000 Liter synthetischen Kraftstoff umzuwandeln. Dieser Durchbruch reduziert die CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen fossilen Benzinpreisen um 90 Prozent.

Der Erfolg folgt auf einen kürzlichen Besuch in Kassø, Dänemark, wo Vertreter die weltweit erste E-Methanol-Anlage im industriellen Maßstab begutachteten. Das Projekt ist Teil der Initiative DeCarTrans und wird vom Bundesministerium für Verkehr gefördert.

Der Besuch in Kassø markierte einen Wendepunkt im DeCarTrans-Projekt. Wissenschaftler der TU Bergakademie Freiberg und der CAC ENGINEERING GmbH beobachteten vor Ort, wie die Anlage E-Methanol unter Verwendung von biogenem CO₂ und grünem Wasserstoff herstellt. Das erneuerbare Methanol wurde anschließend nach Freiberg transportiert, wo es in einer Pilotanlage zu klimaneutralem Benzin weiterverarbeitet wurde.

Das Verfahren basiert auf der METHAFUEL-Methode, die nun einen industriell erprobten Kohlenstoffträger nutzt. Professor Martin Gräbner, Leiter der Energieverfahrenschnik an der Universität, bezeichnete dies als "zukunftsweisenden Meilenstein". Die Anlage in Kassø, deren Vollbetrieb für 2025 geplant ist, wird dann E-Methanol in großem Maßstab für Tankstellen- und Verkehrskunden liefern.

Das Freiberger Teilprojekt erhielt eine Förderung von 12,78 Millionen Euro, um die langfristige Machbarkeit der synthetischen Kraftstoffproduktion zu demonstrieren. Durch die Optimierung der Prozesse will das Team E-Fuels zu einer praktikablen Alternative zu fossilem Benzin entwickeln. Die Zusammenarbeit unterstützt zudem Pläne für die deutsche E-Fuel-One-Anlage und stärkt so den Wandel hin zu nachhaltigen Energielösungen.

Weltweit entstehen weitere Projekte, darunter Anlagen in Oman, Argentinien, Spanien und Saudi-Arabien. Auch Deutschland plant bis 2027 zusätzliche E-Methanol-Produktionsstätten in Niedersachsen und Marl.

Die erfolgreiche Umwandlung von E-Methanol in Benzin beweist, dass die Technologie im großen Stil funktioniert. Mit der baldigen Vollinbetriebnahme der Kassø-Anlage im Jahr 2025 erhalten Tankstellen und Verkehr bald Zugang zu saubereren Benzinoptionen. Das Projekt festigt zudem Deutschlands Position bei der Entwicklung klimaneutraler Alternativen zu herkömmlichem Benzin.

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