Freiburg erlässt 50 iranischen Studierenden die Studiengebühren im Sommersemester 2026
Anton HuberFreiburg erlässt 50 iranischen Studierenden die Studiengebühren im Sommersemester 2026
Die Universität Freiburg wird im Sommersemester 2026 für etwa 50 iranische Studierende die Studiengebühren erlassen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund verschärfter finanzieller Notlagen, die viele aufgrund der zunehmenden Spannungen im Iran treffen. Studierendenwerke und andere Unterstützungseinrichtungen leisten zudem mit Nothilfemaßnahmen einen Beitrag, um die Belastungen abzufedern.
Die sich zuspitzende politische und wirtschaftliche Instabilität im Iran hat zahlreiche Studierende in schwere finanzielle Schwierigkeiten gestürzt. Als Reaktion darauf hat die Universität ihre Regelung aktiviert, die in Fällen akuter Notlagen den Gebührenerlass vorsieht. Sämtliche Anträge betroffener iranischer Studierender wurden beschleunigt bearbeitet und ohne Verzögerung bewilligt.
Internationale Studierende aus Ländern außerhalb der EU zahlen in Baden-Württemberg normalerweise 1.500 Euro pro Semester. Mit der aktuellen Entscheidung will die Universität kurzfristige Entlastung schaffen, während parallel über langfristige Lösungen diskutiert wird. Wissenschaftsministerin Petra Olschowski hat andere Hochschulen in der Region aufgefordert, ähnliche, unkomplizierte Unterstützungsmaßnahmen für betroffene Studierende einzuführen.
Neben den Gebührenbefreiungen stellen die örtlichen Studierendenwerke Härtefallfonds und weitere Soforthilfen bereit. Diese Initiativen sollen sicherstellen, dass Studierende ihr Studium trotz der durch die Krise verursachten finanziellen Belastungen fortsetzen können.
Von dem Gebührenerlass profitieren im kommenden Semester direkt rund 50 iranische Studierende in Freiburg. Unterdessen debattieren Politikerinnen und Politiker nun darüber, ob die Studiengebühren für internationale Studierende generell abgeschafft werden sollten. Ein solcher Schritt würde ein stabileres Sicherheitsnetz für künftige Krisen schaffen, von denen Studierende aus dem Ausland betroffen sind.






