Freiburgs erstes Ramadan-Licht setzt 2026 ein Zeichen für Vielfalt und Dialog
Felix MaierFreiburgs erstes Ramadan-Licht setzt 2026 ein Zeichen für Vielfalt und Dialog
Freiburg leuchtet erstmals öffentlich für den Ramadan 2026 – ein Zeichen für muslimisches Leben in der Stadt
Mit einer Lichtinstallation im Seepark setzt Freiburg in diesem Jahr erstmals ein öffentlich sichtbares Zeichen für den Ramadan 2026. Leuchtende Grußbotschaften und eine Informationstafel, die die religiöse Bedeutung des Fastenmonats erklärt, sollen das Bewusstsein für den islamischen Glauben schärfen. Die Initiatoren hoffen, dass das Projekt den Respekt und das Verständnis zwischen den Religionen fördert.
Die Idee zu den Ramadan-Lichtern stammte von jungen Mitgliedern des 8er-Rats, des Freiburger Jugendstadtrats. Ihr Vorschlag mündete in eine Kooperation zwischen der Stadt und vier lokalen muslimischen Gemeinden: der BBF, der DITIB-Mevlana-Moschee, dem Islamischen Zentrum Freiburg (IGMG) sowie der IGBD. Die technische Umsetzung übernahm die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH.
Im Mittelpunkt der Installation steht ein Mondmotiv, das sich im Laufe der Zeit von einer Sichel zum Vollmond wandelt. Daneben leuchten Schilder mit Ramadan-Grüßen, ergänzt durch eine Infotafel über den Fastenmonat. Die Beleuchtung bleibt vom 17. Februar bis zum 19. März eingeschaltet – passend zu den diesjährigen Ramadan-Daten.
Freiburg reiht sich damit ein in Städte wie Berlin, Frankfurt, Köln und Düsseldorf, die seit 2021 ähnliche Lichtinstallationen zu religiösen Festen zeigen. Zwar gibt es keine offizielle Statistik über die genaue Anzahl solcher Projekte, doch der Trend spiegelt wachsende Bemühungen wider, Vielfalt im öffentlichen Raum sichtbar zu machen.
Stadtvertreter betonen, das Vorhaben diene dem interreligiösen Dialog und der sozialen Zusammengehörigkeit. Indem muslimische Traditionen stärker in den Fokus rücken, soll das Zugehörigkeitsgefühl der lokalen muslimischen Gemeinschaft gestärkt werden.
Die Ramadan-Lichtinstallation in Freiburg steht für einen neuen Ansatz, religiöse Vielfalt durch öffentliche Kunst zu würdigen. Die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, muslimischen Organisationen und jungen Aktivisten unterstreicht das gemeinsame Engagement für Inklusion. Bis zum Ende des Fastenmonats bleibt die Installation bestehen und bietet Einwohnerinnen und Einwohnern sowie Besuchern die Möglichkeit, mehr über den Ramadan zu erfahren.
