Gabriele Stötzer erhält Goslarer Kaiserring für ihr künstlerisches Lebenswerk
Anton HuberGabriele Stötzer erhält Goslarer Kaiserring für ihr künstlerisches Lebenswerk
Die Künstlerin Gabriele Stötzer erhält in diesem Jahr den Goslarer Kaiserring, eine der renommiertesten Kunstauszeichnungen Deutschlands. Die 73-Jährige, bekannt für ihr vielseitiges künstlerisches Schaffen, präsentiert derzeit eine große Einzelausstellung im Berliner Gropius Bau.
Ihre Schau im Gropius Bau zeigt rund 150 Werke – von Videos und Fotografien über Modedesigns bis hin zu großen Wollskulpturen von Frauen. Die Ausstellung spiegelt ihre lange und facettenreiche Karriere in der Kunst wider.
1989 machte sie Schlagzeilen, als sie das Stasi-Kreisamt in Erfurt besetzte. Ihr Engagement reicht jedoch weiter zurück: So saß sie ein Jahr im Gefängnis, weil sie eine Petition gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns unterzeichnet hatte. Während ihrer Haftzeit arbeitete sie in der Strumpfhosenproduktion.
Stötzer gehörte zu den Mitbegründerinnen der Erfurter Künstlerinnengruppe und lebt bis heute in der Stadt. Trotz ihrer engen Verbindung zur DDR lehnt sie es ab, lediglich als „DDR-Künstlerin“ wahrgenommen zu werden.
Die bevorstehende Auszeichnung würdigt ihr künstlerisches Lebenswerk sowie ihren beständigen Widerstand gegen enge Zuordnungen. Ihre aktuelle Ausstellung im Gropius Bau bleibt noch geöffnet und bietet einen umfassenden Einblick in ihr Schaffen. Die Ehrung wird im Herbst verliehen.






