Galeria kämpft ums Überleben: 160-Millionen-Deal soll Insolvenz abwenden
Jonas SchmidtGaleria kämpft ums Überleben: 160-Millionen-Deal soll Insolvenz abwenden
Die Warenhauskette Galeria steckt in einer neuen Finanzkrise. Der Händler benötigt dringend eine Kapitalzufuhr, um die Insolvenz abzuwenden, und verhandelt derzeit mit dem US-Investor Gordon Brothers über ein Darlehen in Höhe von 160 Millionen Euro.
Das Darlehen soll eine bestehende Schuldenlast von 80 Millionen Euro umschulden und ausstehende Mietzahlungen decken. Geschäftsführer Tilo Hellenbock hat bereits die Bestellungen für neue Ware in den 83 Filialen drastisch gekürzt. Ohne die finanzielle Unterstützung könnten einige Standorte bereits in diesem Sommer wegen Warenmangels schließen müssen.
Der Sanierungsplan von Gordon Brothers sieht vor, rund 30 der 83 Filialen zu schließen, um die Kosten zu senken und die Kette bis 2028 wieder profitabel zu machen. Galeria versucht derzeit mit massiven Rabattaktionen, die Löhne für die 12.000 Beschäftigten zu finanzieren.
Branchenexperten warnen jedoch, dass das Darlehen allein die langfristige Zukunft von Galeria nicht sichern könnte. Die Überlebensfähigkeit des Unternehmens hängt vom Erfolg der Verhandlungen und der Umsetzung der Sparmaßnahmen ab. Sollte der Plan scheitern, drohen weitere Schließungen und Arbeitsplatzverluste.






