14 March 2026, 00:18

Galeria kämpft ums Überleben – schon wieder in der Finanzkrise

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Insolvenzfälle in den Vereinigten Staaten von 1995 bis 2011 zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datenkontext bietet.

Hohes 'Cash-Burn': Galeria stolpert in die nächste Krise - Galeria kämpft ums Überleben – schon wieder in der Finanzkrise

Galeria steht vor neuen Finanznöten – nur ein Jahr nach dem Neuanfang

Die angeschlagene deutsche Warenhauskette Galeria steckt bereits ein Jahr nach ihrem Relaunch in frischen finanziellen Turbulenzen. Das Unternehmen, das 83 Filialen betreibt und rund 12.000 Mitarbeiter beschäftigt, kämpft darum, neue Ware für die Wintersaison zu beschaffen – Lieferanten zeigen sich angesichts der wackeligen Finanzlage zunehmend zurückhaltend.

Branchenexperten warnen nun, dass eine erneute Insolvenz drohen könnte, sollte sich die Situation nicht bald bessern.

Die Probleme des Händlers haben sich in den letzten Monaten verschärft. Kreditversicherer äußern Bedenken hinsichtlich der finanziellen Stabilität von Galeria, was viele Lieferanten zögern lässt, Aufträge zu erfüllen. In der Folge hat die Kette deutlich weniger Bestellungen für die Winterkollektion aufgegeben als in den Vorjahren.

Auch die liquiden Mittel geraten unter massiven Druck. Um eine Krise abzuwenden, muss das Unternehmen eine Liquidität von über 60 Millionen Euro halten – doch der rasche Geldverbrauch lässt kaum Spielraum. Ohne frisches Kapital von den neuen Eigentümern, so Analysten, könnte Galeria bereits in wenigen Monaten in ernste Schwierigkeiten geraten.

Führungsinstabilität verschärft das Chaos zusätzlich. Das Unternehmen erlebte in kurzer Zeit mehrere Wechsel an der Spitze, darunter den jüngsten Abgang von Vorstandschef und Finanzvorstand. Um Kosten zu sparen, verhandelt Galeria derzeit Leasingverträge für acht seiner Standorte neu.

Trotz aller Widrigkeiten verzeichnete die Kette im Geschäftsjahr bis Oktober 2025 erstmals seit 2020 wieder ein operatives Plus. Das Ergebnis lag über 100 Millionen Euro höher als im Vorjahr, wobei die genauen Zahlen nicht offenlegt wurden. Doch dieser kurze Aufschwung endete abrupt mit einem deutlichen Einbruch im Dezember 2025 – Zweifel an der langfristigen Stabilität bleiben.

Sollte sich die finanzielle Lage weiter verschlechtern, sind zusätzliche Filialschließungen nicht ausgeschlossen.

Galeria Zukunft hängt nun davon ab, ob es dem Unternehmen gelingt, weitere Mittel von seinen Eigentümern zu erhalten. Sinkt die Liquidität unter kritische Werte, könnte eine erneute Insolvenz bereits in wenigen Monaten drohen.

Entscheidend für das Überleben der Kette wird sein, ob es ihr gelingt, die Lager für den Winter aufzufüllen und das Vertrauen der Lieferanten zurückzugewinnen. Ohne schnelles Handeln könnten weitere Stellenstreichungen und Filialschließungen folgen.

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