Geld für den Kohleausstieg in Deutschland stockt: Nur 5,5% bis 2024 ausbezahlt
Admin UserInstitut: Milliarden für den Kohleausstieg brauchen Zeit, um zu wirken - Geld für den Kohleausstieg in Deutschland stockt: Nur 5,5% bis 2024 ausbezahlt
Ein aktueller Bericht zeigt, dass bis Ende 2024 erst 5,5 Prozent der 41 Milliarden Euro, die für den Strukturwandel in den vom deutschen Kohleausstieg betroffenen Regionen vorgesehen sind, tatsächlich ausgezahlt wurden. Zwar sind 60 Prozent der Mittel bereits vergeben, doch die Umsetzung der Projekte verläuft zögerlich – das geht aus einer Studie der Leibniz-Institute IWH und RWI hervor. Die Gelder fließen vor allem in die Lausitz in Brandenburg und Sachsen, das Rheinische Revier in Nordrhein-Westfalen sowie das mitteldeutsche Braunkohlerevier in Sachsen-Anhalt. Schwerpunkte der Förderung liegen auf dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und der Stärkung von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Ökonomen erwarten, dass diese Investitionen langfristig zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum in den Regionen beitragen werden. Allerdings werden spürbare Effekte noch Jahre auf sich warten lassen. Ein Zwischenbericht empfiehlt, stärker auf die Sicherung des Fachkräftebedarfs zu setzen – etwa durch den Ausbau der Bildung und eine gezielte Steuerung der Arbeitsmigration, um den Regionen die notwendigen Arbeitskräfte für die neue, nachhaltige Wirtschaft zu sichern. Bis 2038 sollen bis zu 40 Milliarden Euro in die betroffenen Gebiete fließen, um die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Kohleausstiegs abzufedern. Trotz der langsamen Projektumsetzung beschleunigt sich mittlerweile die Vergabe der Mittel. Mit dem Fokus auf Infrastruktur, Forschung und geplanten Arbeitsmarktinitiativen soll den Regionen eine nachhaltige Zukunft ermöglicht werden.
