18 April 2026, 20:16

Georg Restle attackiert ARD: "Fehler im Umgang mit der AfD"

Plakat für eine Radiosendung namens "Die Stimme der liberalen Muslime", das Bilder von Menschen mit Headsets und Mikrofonen in einem Gespräch zeigt.

Georg Restle attackiert ARD: "Fehler im Umgang mit der AfD"

ARD-Moderator Georg Restle kritisiert Umgang seines Arbeitgebers mit der rechtspopulistischen AfD

Der 61-jährige Journalist Georg Restle hat sich öffentlich gegen die Berichterstattung seines Arbeitgebers ARD über die rechtsextreme AfD ausgesprochen. In seinen Äußerungen übt er scharfe Kritik sowohl an den redaktionellen Entscheidungen des Senders als auch an den politischen Strategien der Partei. Seine Stellungnahme fällt in eine Zeit andauernder Debatten über den medialen Umgang mit extremistischen Gruppen.

Restle warf der AfD vor, ihre Einflussnahme aus der gewaltbereiten rechtsextremen Szene auf den Straßen zu beziehen. Er warnte, die Partei spiele ihre radikalen Positionen bewusst herunter, während sie diese gleichzeitig in die politische Mitte trage. Aus seiner Sicht dürften die ideologischen Standpunkte der AfD niemals als gleichwertig mit anderen politischen Meinungen behandelt werden.

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Zudem verweigerte Restle dem AfD-Co-Vorsitzenden Björn Höcke während der Wahlberichterstattung eine gleichberechtigte Plattform im Vergleich zu anderen Politikern. Er räumte ein, kaum einen Unterschied zwischen Höckes Flügel und dem der Mitvorsitzenden Alice Weidel zu erkennen – beide Strömungen teilten seiner Ansicht nach dieselbe grundlegende Ideologie.

Kritik übte Restle auch an der ARD selbst: Die Entscheidung, die Sendezeit für sein investigatives Format Monitor zu kürzen, bezeichnete er als "großen Fehler". Der Sender riskiere, durch eine bloße Abbildung globaler Krisen – ohne tiefgehende Analyse – eher Ängste in der Bevölkerung zu schüren, statt Aufklärung zu betreiben. Zudem bedauerte er die "Zögerlichkeit" einiger Kollegen und den Widerstand, auf den Journalisten stoßen, die die Erzählungen der AfD hinterfragen.

Restles Kritik unterstreicht die innerbetriebliche Spannungen bei der ARD im Umgang mit dem Aufstieg der AfD. Seine Haltung spiegelt eine grundsätzliche Debatte über die mediale Verantwortung bei der Berichterstattung über extremistische Bewegungen wider. Die Diskussion über redaktionelle Ausgewogenheit und journalistische Prüfung wird voraussichtlich weitergehen.

Quelle