06 February 2026, 22:46

Gil Ofarim wirft Hotel nach Geständnis Manipulation der Beweise vor

Eine Gruppe von Menschen steht vor Reportern mit Mikros, Handys und Papieren und diskutiert heftig in einem öffentlichen Raum mit einer Glaswand im Hintergrund.

Gil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim wirft Hotel nach Geständnis Manipulation der Beweise vor

Der Sänger Gil Ofarim steht erneut in der Kritik, nachdem er 2021 behauptet hatte, ein Mitarbeiter eines Leipziger Hotels habe antisemitische Bemerkungen gemacht. Der Fall nahm eine dramatische Wende, als Ofarim im vergangenen Jahr vor Gericht zugab, die Vorwürfe erfunden zu haben. Nun wirft er dem Hotel vor, die Überwachungsaufnahmen manipuliert zu haben, um entscheidende Details zu verschleiern.

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Der Streit begann, als Ofarim den Angestellten beschuldigte, ihn aufgefordert zu haben, seine Davidstern-Halskette abzulegen. Es folgte eine Verleumdungsklage, die damit endete, dass Ofarim insgesamt 50.000 Euro zahlte und sich öffentlich entschuldigte.

Im Oktober 2021 hatte Ofarim einen Hotelmitarbeiter in Leipzig öffentlich des Antisemitismus beschuldigt. Er behauptete, der Angestellte habe ihn aufgefordert, seinen Davidstern zu verbergen – eine Aussage, die für Empörung sorgte. Der Hotelmitarbeiter wies die Vorwürfe zurück und reichte später eine Verleumdungsklage ein.

Der Prozess begann im November 2023 vor dem Landgericht Leipzig. Dort gestand Ofarim, die Geschichte erfunden zu haben. Um das Verfahren zu beenden, willigte er ein, 10.000 Euro zu zahlen, weitere 40.000 Euro als Schmerzensgeld zu leisten und eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen, in der er auf abwertende Äußerungen verzichtet. Der Anwalt des Mitarbeiters erklärte zudem, Ofarim habe sich offiziell entschuldigt.

Trotz der Einigung beharrt Ofarim nun darauf, dass die ursprünglichen Überwachungsaufnahmen manipuliert worden seien. Er behauptet, es fehlen Sekunden in der Aufnahme, und die im Internet verbreitete Version sei nicht das vollständige Material. Zudem gibt er an, es gebe einen Zeugen, der confirms, dass er die Kette während des Vorfalls trug. Auf den Aufnahmen des Hotels ist die Halskette jedoch nicht zu erkennen.

Ofarims Anwalt, Dr. Alexander Stevens, nannte die Situation "kaum zu überbietend in ihrer Heuchelei". Ofarim selbst berief sich auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung, um den Fall nicht öffentlich zu diskutieren. Der Anwalt des Hotelmitarbeiters widersprach dem jedoch und erklärte, es gebe keine solche Vereinbarung – lediglich eine einstweilige Verfügung, die Ofarim daran hindere, seine Anschuldigungen zu wiederholen.

Der Rechtsstreit hat Ofarims Glaubwürdigkeit nach seinem Geständnis vor Gericht stark beeinträchtigt. Während der Hotelmitarbeiter eine Entschädigung und eine Entschuldigung erhielt, stellt Ofarim weiterhin die Beweislage infrage. Der Fall zeigt, welche langfristigen Folgen falsche Anschuldigungen haben können und wie komplex gerichtliche Vergleiche sein können.