Gil Ofarim zieht Antisemitismus-Vorwürfe zurück – doch der Streit geht weiter
Jonas SchmidtGil Ofarim Belog seinen Kindern ├╝ber den Antisemitismus-Skandal - Gil Ofarim zieht Antisemitismus-Vorwürfe zurück – doch der Streit geht weiter
Ein Verleumdungsprozess zwischen dem Musiker Gil Ofarim und dem Hotelmitarbeiter Markus W. wurde eingestellt, nachdem Ofarim seine Antisemitismus-Vorwürfe gegen Markus W. zurückgenommen hatte. Der Fall, der 2021 begann, geriet Anfang 2026 erneut in die Schlagzeilen, als Ofarims Sieg bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! die öffentliche Debatte wiederbelebte. Trotz der juristischen Einstellung hält die Kontroverse an: Markus W. wartet weiterhin auf die zugesagte Entschädigung und sieht sich nach wie vor Belästigungen ausgesetzt.
Der Streit eskalierte 2021, als Ofarim Markus W. antisemitisches Verhalten in einem Leipziger Hotel vorwarf. Später gab er zu, die Geschichte erfunden zu haben, woraufhin ein hoch publizierter Prozess folgte. Zwar einigte man sich außergerichtlich auf eine Zahlung von 20.000 Euro, doch Markus W. behauptet, das Geld bis heute nicht erhalten zu haben. Gleichzeitig berichtet er von Todesdrohungen und Anfeindungen nach den falschen Vorwürfen, während Ofarims jüngste Medienauftritte – darunter sein Sieg in der RTL-Realityshow 2023 – ihn als Opfer darstellten, was W. zusätzlich verärgert.
In einer aktuellen RTL-Dokumentation gab Ofarim sein erstes großes Interview seit der Show. Er blieb zurückhaltend, wich Fragen zu seinem Privatleben aus und kritisierte die Medien, die seiner Meinung nach reißerische Schlagzeilen über die Wahrheit stellten. Er räumte ein, einen Medienanwalt beauftragt zu haben, um Artikel über sich löschen zu lassen, gestand aber auch, mit seinen beiden Kindern Leonard und Anouk aus der ersten Ehe mit Verena Ofarim nie über den Skandal gesprochen zu haben. Mittlerweile ist er mit Patricia wiederverheiratet.
Ofarim versicherte seinen Kindern zudem, dass sich nach seiner Teilnahme an der Show alles bessern werde. Doch die anhaltende Kontroverse deutet auf das Gegenteil hin: Die öffentliche Meinung bleibt gespalten.
Offiziell endete der Fall mit Ofarims Rückzug der Klage, doch die Folgen wirken nach. Während Markus W. auf seine Entschädigung wartet, hält Ofarims Medienpräsenz die Debatte am Leben. Die juristische Einigung hat die weiteren Auswirkungen auf die Beteiligten nicht beendet.
