16 April 2026, 16:19

Glasfaserausbau: Offene Netze setzen sich in Deutschland durch und fördern Wettbewerb

Plakat, das das erschwingliche Verbindungsprogramm bewirbt, mit Text, der besagt, dass über 15 Millionen Haushalte für High-Speed-Internet gespart haben, und einem zugehörigen Logo.

Glasfaserausbau: Offene Netze setzen sich in Deutschland durch und fördern Wettbewerb

Offene Netze gewinnen in Deutschlands Glasfaserausbau an Fahrt

Im deutschen Glasfasersektor setzt sich das Prinzip des offenen Netzzugangs zunehmend durch. Mit fast 300 Anbietern, die bundesweit ihre Netze ausbauen, werden die Forderungen nach fairer Konkurrenz und gemeinsamer Nutzung der Infrastruktur immer lauter. Neue Regulierungen und branchenweite Initiativen zielen darauf ab, Kunden mehr Auswahlmöglichkeiten zu bieten und bestehende Netze effizienter zu nutzen.

Ein aktueller Entwurf des Telekommunikationsgesetzes (TKG) sieht strengere Vorgaben für Glasfasernetze vor. In Gebieten, in denen nur ein wirtschaftlich tragfähiges Netz existiert, sollen Anbieter künftig gesetzlich verpflichtet werden, mit Drittanbietern über den Netzzugang zu verhandeln. Diese Änderung kommt einer wachsenden Nachfrage entgegen: Wie 1&1 Versatel berichtet, wünschen sich 83 Prozent seiner Kunden die Freiheit, zwischen mehreren Anbietern wählen zu können.

Daniela Brönstrup, Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur (BNetzA), befürwortet eine verschärfte Aufsicht in Fällen, in denen offener Netzzugang nicht funktioniert. Sie betont, dass die Regulierung eingreifen müsse, wenn der Markt allein keinen fairen Wettbewerb garantieren könne. Gleichzeitig passen sich Unternehmen bereits an die neuen Rahmenbedingungen an.

Deutsche GigaNetz hat Vereinbarungen mit dem schwedischen Internetdienstanbieter Bahnhof und Westconnect geschlossen, die nun seine Infrastruktur nutzen dürfen. Plusnet wird in Kürze eigene Dienste über die Netze von OXG anbieten. Auch die Stadtwerke Neustadt am Rübenberge haben angekündigt, ihr Glasfasernetz bis 2030/2031 für Drittanbieter zu öffnen.

Steven Blount von EWE Tel räumt ein, dass offener Netzzugang zunächst höhere Investitionen erfordern kann. Doch er unterstreicht, dass die gemeinsame Nutzung von Netzen entscheidend sei, um Kapazitäten optimal auszuschöpfen und teure Doppelinfrastrukturen zu vermeiden. Die Branche setzt zunehmend auf Kooperation – ein Trend, der Effizienz und Kundenwahl in den Vordergrund stellt.

Der Vorstoß für offenen Netzzugang verändert den deutschen Glasfasermarkt nachhaltig. Durch neue Regulierungen und geschäftliche Kooperationen werden geteilte Netze immer selbstverständlicher. Während sich die Anbieter anpassen, profitieren die Kunden von mehr Wettbewerb und besseren Serviceoptionen.

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