Göppingen verhängt Waffenverbot in der Innenstadt nach Schießereien in Bäckerei und Kneipe
Jonas SchmidtNach Gewalt: Göppingen errichtet Waffenverbotszone - Göppingen verhängt Waffenverbot in der Innenstadt nach Schießereien in Bäckerei und Kneipe
Göppingen führt ab diesem Donnerstag Waffenverbotszone in der Innenstadt ein
Die Maßnahme ist eine Reaktion auf eine Reihe bewaffneter Vorfälle, darunter einen Schusswechsel in einer Bäckerei in der Nähe Mitte Januar. Die Behörden ergreifen bis Ende April Maßnahmen, um die öffentliche Sicherheit zu erhöhen.
Die neuen Einschränkungen folgen auf zwei gewalttätige Zwischenfälle in den letzten Wochen. Im Januar wurde in der Innenstadt auf eine Bäckerei geschossen. Zwei Tatverdächtige, die mit dem Angriff in Verbindung stehen, wurden seitdem festgenommen und befinden sich in Untersuchungshaft.
Nur wenige Wochen später eröffnete ein unbekannter Mann in einer örtlichen Kneipe das Feuer. Obwohl niemand verletzt wurde, löste der Vorfall weitere Besorgnis aus. Die Ermittler prüfen nun mögliche Verbindungen zu bandenbezogener Gewalt im Großraum Stuttgart.
Das Verbot umfasst Schusswaffen und Messer in ausgewiesenen Bereichen der Innenstadt. Göppingen ist mit diesem Schritt nicht allein – Stuttgart, Mannheim und Heilbronn haben bereits ähnliche Regelungen eingeführt. In Heilbronn gelten die Beschränkungen seit Juni 2024 im Bahnhofsviertel, eine zusätzliche Zone in der Innenstadt tritt am 5. September 2024 in Kraft.
Stadtvertreter betonen: Die Maßnahme ist eine direkte Antwort auf die jüngsten bewaffneten Angriffe. Ziel sei es, Risiken zu verringern und weitere Gewalt in öffentlichen Räumen zu verhindern.
Die Waffenverbotszone bleibt vorerst bis Ende April bestehen. Die Polizei wird die Einhaltung überwachen, Verstöße können rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Der Fokus liegt derzeit darauf, die Sicherheit in den belebtesten Bereichen Göppingens zu gewährleisten.
