Goslar testet Tempo-30-Zone in Ohlhof – mehr Sicherheit für Anwohner?
Anton HuberGoslar testet Tempo-30-Zone in Ohlhof – mehr Sicherheit für Anwohner?
Goslar führt sechsmonatige Testphase für Tempo-30-Zone im Stadtteil Ohlhof ein
Ab dem 9. April gilt im Goslarer Stadtteil Ohlhof eine halbjährige Probephase für eine Tempo-30-Zone. Betroffen sind die Straßen Ohlhofbreite und Kurt-Schumacher-Allee. Die Behörden erhoffen sich durch die reduzierte Geschwindigkeit eine höhere Verkehrssicherheit und eine verbesserte Lebensqualität für die Anwohner.
Vor dem Start des Modells entsprachen die Geschwindigkeiten auf beiden Straßen dem städtischen Durchschnitt. Auswertungen von Verkehrsdaten aus den Jahren 2020 bis 2023 zeigten durchschnittliche Tempi von 40 bis 50 km/h – ohne auffällige Abweichungen. Ziel der neuen Zone ist es, die Geschwindigkeiten so zu senken, dass nicht mehr als 15 Prozent der Autofahrer schneller als 36 km/h fahren.
Anstoß für das Projekt war eine Petition aus dem Jahr 2023, in der sich 238 Ohlhof-Bewohner für verkehrsberuhigende Maßnahmen aussprachen. Sowohl der lokale Nachbarverein als auch der Stadtrat von Goslar unterstützen die Initiative. Während der Testphase werden zwar keine Blitzer oder Kontrollen eingesetzt, jedoch sollen regelmäßige Verkehrserhebungen die Auswirkungen dokumentieren.
Im Rahmen des Versuchs gilt zudem die Vorfahrtsregel "rechts vor links". Erreicht die Maßnahme ihre Ziele zur Geschwindigkeitsreduzierung, könnte die Tempo-30-Beschränkung dauerhaft eingeführt werden.
Die Pilotphase läuft bis Oktober, wobei die gesammelten Daten über das weitere Vorgehen entscheiden. Bei Erfolg bleibt das niedrigere Tempolimit bestehen – vorausgesetzt, das Fahrverhalten passt sich wie vorgesehen an.






