18 February 2026, 18:48

Grüne fordern AfD-Verbot vor brisantem Rheinland-Pfalz-Urteil am 22. März

Eine große Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude, einige halten Schilder und tragen Helme, mit einem Schildständer im Vordergrund und einem Baum im Hintergrund, scheinbar protestieren sie gegen eine Regierungsentscheidung.

Politischer Aschermittwoch der Grünen mit AfD-Verspottung - Grüne fordern AfD-Verbot vor brisantem Rheinland-Pfalz-Urteil am 22. März

Die anstehende Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat die politischen Spannungen verschärft, nachdem die Führung der Grünen eine harte Haltung gegen die rechtsextreme AfD eingenommen hat. Beim jüngsten Politischen Aschermittwoch in Mainz richtete die ehemalige Parteivorsitzende Claudia Roth eine scharfe Verurteilung an die AfD und bezeichnete deren Politik als rassistisch. Sie forderte ein vollständiges Verbot der Partei. Dieser Aufruf erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Grünen – derzeit in einer Koalition mit SPD und FDP – sich auf die Wahl am 22. März vorbereiten.

Der wachsende Einfluss der AfD hat sich zu einem Zankapfel in der deutschen Politik entwickelt. Seit der Bundestagswahl 2021 hat die Unterstützung für populistische und rechtsextreme Parteien zugenommen und gipfelte 2025 in einem historischen Moment, als der Bundestag erstmals einen von der AfD unterstützten Migrationsantrag billigte. Diese Entwicklung beunruhigt die Gegner der Partei, darunter die Grünen, die in ihr eine direkte Bedrohung für die demokratischen Werte sehen.

Katrin Eder, Spitzenkandidatin der Grünen in Rheinland-Pfalz, hat ihre Position deutlich gemacht: Jede künftige Koalition müsse sich verpflichten, ein AfD-Verbot über den Bundesrat anzustreben. Ihre Forderung verknüpft mögliche Bündnisse mit konkreten Schritten gegen die Partei und erhöht damit den Druck vor der Wahl. Die aktuelle Ampelkoalition aus Grünen, SPD und FDP regiert zwar bereits das Land, doch Eders Bedingung könnte die Verhandlungen nach der Wahl neu ausrichten.

Roths Rede in Mainz unterstrich die Dringlichkeit der Lage. Ohne auf konkrete Politikinhalte einzugehen, warf sie der AfD vor, Rassismus zu normalisieren und die demokratischen Grundlagen Deutschlands zu untergraben. Ihre Äußerungen spiegeln die breiten Sorgen innerhalb der Grünen wider, die argumentieren, dass der Aufstieg der Partei eine entschlossene rechtliche und politische Antwort erfordere.

Die Wahl am 22. März wird die Stimmung der Wähler in Rheinland-Pfalz angesichts der eskalierenden Debatten über die Rolle der AfD in der deutschen Politik auf die Probe stellen. Ein von den Grünen vorangetriebener Vorstoß für ein Verbot könnte die Koalitionsgespräche beeinflussen, wobei Eders Forderung eine klare Messlatte für potenzielle Partner setzt. Das Ergebnis könnte zudem zeigen, wie andere Bundesländer auf die wachsende Präsenz der Partei reagieren.

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