25 December 2025, 12:27

Grüne fordern verbindliche Supermarkt-Preisvergleichs-App für mehr Transparenz

Lebensmittelboxen auf Regalen mit Preiszetteln.

Grüne fordern verbindliche Supermarkt-Preisvergleichs-App für mehr Transparenz

Die Grünen haben einen Plan für eine rechtlich verbindliche Preisvergleichs-App für Supermärkte vorgelegt. Der Vorschlag würde große Einzelhändler verpflichten, Echtzeit-Preisdaten bereitzustellen, um Kundinnen und Kunden vor dem Einkauf bessere Informationen an die Hand zu geben. Die Parteivorsitzende Katharina Dröge stellte die Initiative vor und bezeichnete sie als Schritt zu fairerem Wettbewerb und stärkeren Verbraucherrechten.

Laut dem Plan der Grünen müssten große Supermarktketten fortlaufend aktuelle Preisinformationen einpflegen. Jede Preisänderung würde umgehend in der App aktualisiert werden. Ziel ist es, die Lücken bestehender, freiwilliger Vergleichsportale zu schließen, die oft unvollständig sind und stattdessen das Nutzerverhalten tracken.

Kleinere Geschäfte könnten sich dem System freiwillig anschließen, doch der Fokus liegt auf den großen Handelsketten. Der Vorschlag richtet sich auch an Großhändler wie Metro, Transgourmet und voraussichtlich Edeka C+C sowie an Lebensmittel-Lieferanten wie Lekkerland und Dohle. Dröge betonte, dass die Maßnahme das Machtungleichgewicht zwischen Verbrauchern und den dominierenden Lebensmittelketten ausgleichen solle. Die App würde es Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, Lebensmittelpreise ladenübergreifend zu vergleichen, bevor sie kaufen. Durch mehr Preistransparenz hoffen die Grünen, Kundinnen und Kunden mehr Kontrolle über ihre Ausgaben zu geben.

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Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, entstünde in Deutschland eine zentrale, verlässliche Quelle für Supermarktpreise. Verbraucher hätten Zugang zu Echtzeitdaten, während Händler strengere Regeln bei der Preisberichterstattung einhalten müssten. Der Entwurf der Grünen zielt explizit auf die seit Langem kritisierte mangelnde Transparenz im Lebensmitteleinzelhandel ab.