Halle und Köthen feiern Karneval mit Süßigkeiten-Regen und bunten Umzügen
Anton Huber"Die Welt sehnt sich nach Fasching" - Faschingsumzüge - Halle und Köthen feiern Karneval mit Süßigkeiten-Regen und bunten Umzügen
Karnevalsfeiern bringen diese Woche Halle und Köthen in Sachsen-Anhalt zum Beben
Die Städte, bekannt als Hochburgen des Karnevals in der Region, verwandeln sich in bunte Festmeilen mit ausgelassenen Umzügen, Straßenfesten und Süßigkeiten, die vom Himmel regnen. Beide Orte versprechen ein prall gefülltes Programm mit Musik, Tanz und farbenfroher Unterhaltung.
Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der traditionelle Rosenmontagszug. In Halle steht das Spektakel unter dem Motto "Neue Besen, volle Kraft voraus!" – die Veranstalter wollen dabei 12.000 Kilogramm Süßigkeiten ins Publikum werfen. Nach dem Umzug verwandelt sich der Marktplatz der Stadt in eine Bühne für Live-Auftritte und ausgelassenes Treiben.
In Köthen führt die "1. Köthener Karnevalsgesellschaft KUKAKÖ 1954" den Zug unter dem Motto "Das Universum sehnt sich nach Karneval – KUKAKÖ ist überall!" an. Ähnlich wie in Halle schließt sich an den Umzug ein buntes Unterhaltungsprogramm auf dem Marktplatz an.
Doch hinter den Kulissen wachsen die Sorgen. Dirk Vater, Präsident des Landeskarnevalsverbands Sachsen-Anhalt, warnt, dass steigende Sicherheitsanforderungen die örtlichen Vereine bald überfordern könnten. Der Verband vertritt 187 Mitgliedsgruppen mit rund 19.000 Aktiven – doch immer weniger Städte in der Region veranstalten noch groß angelegte Karnevalsfeiern. Ausnahmen bleiben Magdeburg, Dessau-Roßlau und Lutherstadt Wittenberg, die jährlich Umzüge und Feste aufrechterhalten.
Die Feiern werden Tausende auf die Straßen locken, um zu tanzen, Musik zu genießen und fliegende Süßigkeiten zu fangen. Doch die Organisatoren stehen vor wachsenden Herausforderungen, um die Tradition am Leben zu halten. Angesichts steigender Sicherheitskosten könnte die Zukunft des Karnevals in Sachsen-Anhalt davon abhängen, wie sich die Vereine anpassen.
