Hamburgs Fährverkehr kämpft mit massiven Ausfällen und Personalmangel
Jana SimonLinken kritisieren zunehmende Ausfälle bei Hadag-Fähren - Hamburgs Fährverkehr kämpft mit massiven Ausfällen und Personalmangel
Fährverbindungen in Hamburg von andauernden Störungen betroffen
Ende 2025 kam es in Hamburg zu andauernden Beeinträchtigungen im Fährverkehr, wobei es auf wichtigen Strecken vermehrt zu Ausfällen kam. Die Hadag, der größte Fährbetreiber der Stadt, führte Winterwetter, Personalmangel und neue Arbeitszeitregelungen als Hauptgründe an. Trotz dieser Herausforderungen baute das Unternehmen sein Streckennetz im Laufe des Jahres um 11 Prozent aus.
Am stärksten betroffen war die Linie 62, auf der fast 1.300 Fahrten gestrichen wurden – 400 mehr als im Vorjahr. Auch die Linie 64 litt unter den Problemen: Hier fielen rund 450 zusätzliche Verbindungen aus, eine Zahl, die in etwa dem Niveau von 2024 entsprach. Gleichzeitig verzeichnete diese Strecke jedoch etwa 600 zusätzliche Monatsfahrten im Vergleich zu früheren Zeiträumen.
Als Reaktion auf die Engpässe stellte die Hadag im vergangenen Jahr elf neue Kapitäne ein, um den Personalmangel zu entschärfen. Im gesamten Netzwerk fügte das Unternehmen rund 7.700 Fahrten hinzu und steigerte das Angebot damit 2025 um 11 Prozent. Dennoch blieben Ausfälle ein hartnäckiges Problem – insbesondere auf den Verbindungen nach und von Hamburg-Finkenwerder in den letzten vier Monaten des Jahres.
Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Linken, forderte Konsequenzen. Sie betonte, dass die Bewohner Finkenwerders nicht länger ohne verlässliche Anbindungen bleiben dürften.
Die Bemühungen des Fährbetreibers, das Angebot auszuweiten und mehr Personal einzustellen, konnten die Ausfallprobleme bisher nicht vollständig lösen. Da auf den Linien 62 und 64 weiterhin Störungen auftreten, müssen Fahrgäste mit Verspätungen rechnen. Die Situation hat zu Forderungen nach weiteren Maßnahmen geführt, um den betroffenen Gemeinden einen zuverlässigen Nahverkehr zu garantieren.
