06 March 2026, 06:16

Hamburgs Hasskriminalität explodiert: 33 Prozent mehr rechtsextreme Taten in 2025

Ein schwarzer Hintergrund mit fetter weißer Schrift, die 'Hass muss in Amerika oder überall sonst keine sichere Zuflucht haben' lautet, und ein Logo unten.

Mehr Fälle von Hasskriminalität in Hamburg - Hamburgs Hasskriminalität explodiert: 33 Prozent mehr rechtsextreme Taten in 2025

Hamburg verzeichnet 2025 drastischen Anstieg politisch motivierter Hasskriminalität. In Hamburg ist die Zahl politisch motivierter Hassdelikte im Jahr 2025 stark angestiegen. Die Stadt registrierte 642 solche Straftaten – ein Anstieg von über 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Behörden führen den Zuwachs vor allem auf rechtsextreme Ideologien, Rassismus und Antisemitismus zurück. Wie aus den aktuellen Polizeistatistiken hervorgeht, gab es in Hamburg 2025 insgesamt 642 politisch motivierte Hassdelikte, nach 482 im Jahr 2024. Der Anstieg um 33 Prozent stellt den höchsten absoluten Zuwachs unter den deutschen Großstädten dar, auch wenn Berlin und München nach wie vor höhere Werte pro Einwohner verzeichnen. Von den erfassten Fällen wurden 516 dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet und bilden damit die größte Gruppe. Weitere 86 Taten gingen auf ausländische Ideologien zurück, 10 hatten religiöse Motive und 6 wurden dem linksextremen Bereich zugerechnet. Bei 24 Vorfällen konnte keine konkrete ideologische Einordnung vorgenommen werden. Deniz Celik, innenpolitische Sprecherin der Linken, betonte, dass antisemitische, rassistische und anti-LSBTIQ+-Gewalt deutlich zugenommen hätten. Sie warnte, Hamburg müsse entschlossener gegen rechtsextreme Hetze und hassmotivierte Angriffe vorgehen. Die Behörden ermittelten im Zusammenhang mit diesen Straftaten gegen 304 Tatverdächtige. Celik forderte schärfere Maßnahmen gegen Rechtsextremismus, darunter eine bessere Unterstützung für zivilgesellschaftliche Initiativen sowie eine langfristige Finanzierung von Opferberatungsstellen. Die Zahlen bestätigen einen besorgniserregenden Anstieg von Hasskriminalität in Hamburg. Allein 516 rechtsextreme Vorfälle zeigen, dass die Stadt unter wachsendem Druck steht, Extremismus einzudämmen und gefährdete Gruppen zu schützen. Politiker:innen und Aktivist:innen drängen nun auf konkrete Schritte, um die Entwicklung umzukehren.

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