Hamburgs Kultursenator setzt auf Medienkompetenz statt auf schärfere Online-Regeln für Jugendliche
Jana SimonBrosda lehnt Altersbeschränkung für soziale Netzwerke ab - Hamburgs Kultursenator setzt auf Medienkompetenz statt auf schärfere Online-Regeln für Jugendliche
Hamburgs Senator für Kultur und Medien, Carsten Brosda, hat sich gegen strengere Online-Regeln für Jugendliche ausgesprochen. Statt Altersbeschränkungen oder Klarnamenpflichten plädiert er dafür, dass digitale Medienkompetenz der wirksamste Weg ist, um Kinder und Jugendliche in sozialen Netzwerken zu schützen.
Brosda lehnt verbindliche Altersgrenzen auf Plattformen ab, da diese seiner Meinung nach kaum durchsetzbar wären. Auch eine Pflicht zur Verwendung des echten Namens lehnt er ab – mit dem Hinweis, dass viele digitale Übergriffe ohnehin bereits unter Klarnamen stattfinden. Sein Fokus liegt stattdessen darauf, dass Behörden diejenigen identifizieren können, die im Netz gegen Gesetze verstoßen.
Der Senator ist überzeugt, dass die Vermittlung digitaler Fähigkeiten der beste Ansatz ist. Statt den Zugang einzuschränken, sollen junge Menschen lernen, sich sicher im Internet zu bewegen. Seine Haltung steht im Kontrast zu Forderungen nach schärferen Kontrollen, die er als unpraktikabel oder unwirksam kritisiert. Brosdas Position unterstreicht die Priorität von Bildung gegenüber Regulierung. Er betont, dass die Nachverfolgbarkeit von Rechtsverstößen ausreiche – ohne Nutzer zu zwingen, ihre echten Namen öffentlich anzuzeigen. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatte über Sicherheit und Verantwortung im Netz.
Die Vorschläge des Senators setzen auf digitale Bildung als Schlüssel zum Jugendschutz. Seine Ablehnung von Altersverifikationen und Klarnamenpflicht spiegelt den Glauben an praktikable und durchsetzbare Lösungen wider. Die Diskussion dauert an, während Politiker verschiedene Wege zur Verbesserung der Onlinesicherheit abwägen.
