02 April 2026, 00:14

Hamburgs Waschbär-Problem: Senat kennt Bestände nicht – CDU will Prämien für Jäger

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Waschbären auf dem Cover eines Zoologischen Gesellschaftsblatts mit Text.

CDU-Fraktion fordert Prämie für Waschbären - Hamburgs Waschbär-Problem: Senat kennt Bestände nicht – CDU will Prämien für Jäger

Hamburgs Waschbärbestand wächst – der Senat hat keine Daten zu den Zahlen

Die Waschbärpopulation in Hamburg nimmt zu, doch der Senat der Stadt verfügt über keine genauen Erhebungen zu ihrem Umfang. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hat nun ein Prämienmodell vorgeschlagen, um die invasive Art einzudämmen. Jäger könnten demnach für jedes erlegte Tier eine Vergütung erhalten – ähnlich wie beim bereits bestehenden System für Nutrias.

In den vergangenen Jahren haben sich Waschbären in Hamburg rasant ausgebreitet. Sichtungen häufen sich entlang der U1, im Hafen und auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Als invasive Art haben sie in Deutschland keine natürlichen Fressfeinde.

Die Tiere bergen multiple Risiken: Sie bedrohen heimische Wildtiere, verbreiten Parasiten, plündern Vogelnester und beschädigen Gebäudedämmungen. Trotz dieser Probleme gibt es keine verlässlichen Aufzeichnungen darüber, wie viele Waschbären in den letzten drei Jahren durch Jagd oder andere Maßnahmen entnommen wurden.

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Der CDU-Vorschlag sieht vor, ein Belohnungssystem pro erlegtem Tier zu prüfen. Wird der Plan umgesetzt, erhielten Jäger für jeden getöteten Waschbär eine Prämie – analog zur bestehenden Regelung für Nutrias. Ziel ist es, das Populationwachstum zu bremsen und Umweltschäden zu verringern.

Aktuell liegen dem Senat keine Daten zu Bestandszahlen oder Entnahmen von Waschbären in Hamburg vor. Sollte das Prämienmodell eingeführt werden, würde es Jägern finanzielle Anreize bieten, die Art gezielt zu bejagen. Die Maßnahme soll helfen, die Schäden durch die wachsende invasive Population einzudämmen.

AKTUALISIERUNG

New CDU plan aims to curb raccoon growth without hunting

The CDU in Hamburg has proposed a pilot project to castrate raccoons as an alternative to its bounty system. This approach mirrors a halted initiative in Hessen and addresses public concerns about urban hunting. Key details:

  • The proposal focuses on sterilisation rather than lethal removal.
  • A similar project in Hessen was recently stopped due to legal challenges.
  • Urban residents have shown low acceptance of traditional hunting methods.