27 January 2026, 18:54

Hammer-Möbelkette meldet Insolvenz – doch Filialen bleiben vorerst geöffnet

Eine alte Zeitungsanzeige für "S.D. Edwards Warehouse, No. 102, Cheapside" mit einer Ladenfront, die ein Schild, Fenster, eine Tür und verschiedene Gegenstände im Inneren zeigt, mit Text am unteren Rand des Bildes.

Hammer Raumstylisten GmbH beantragt Insolvenz - Hammer-Möbelkette meldet Insolvenz – doch Filialen bleiben vorerst geöffnet

Die Hammer Raumstylisten GmbH, das Unternehmen hinter der Möbelkette Hammer, hat beim Amtsgericht Bielefeld Insolvenz angemeldet. Der Schritt folgt anhaltenden finanziellen Schwierigkeiten nach einem problematischen Relaunch Ende 2025. Trotz des Insolvenzantrags bleiben alle 93 Filialen geöffnet, und der Betrieb läuft vorerst wie gewohnt weiter.

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Die Insolvenz erfolgt nur wenige Monate, nachdem ein Investorenkonsortium unter Führung von ReThink und mit Beteiligung von GA Europe Hammer im Oktober 2025 im Rahmen eines Asset Deals übernommen hatte. Die Übernahme folgte dem Zusammenbruch der früheren Muttergesellschaft, der Schlau Group, die im Juni 2025 ein Schutzschirmverfahren beantragt hatte, bevor sie schließlich abgewickelt wurde.

Seit dem Relaunch hatte Hammer mit schweren Lieferkettenstörungen aufgrund technischer Probleme zu kämpfen. Diese Verzögerungen verschärften die aktuelle Finanzkrise. Rund 70 Standorte wurden geschlossen, und der Schlau-Großhandelsbereich wurde vollständig abgebaut, was zu erheblichen Stellenstreichungen führte.

Der Anwalt Stefan Mayer von der Kanzlei Pluta wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Das Unternehmen erklärte, dass das Insolvenzverfahren dazu beitragen solle, die Löhne der Mitarbeiter über Insolvenzgeld abzusichern. Zudem solle eine stabilere finanzielle Struktur für die Zukunft geschaffen werden.

Hammer betreibt derzeit 93 Standorte in ganz Deutschland und beschäftigt etwa 1.200 Mitarbeiter. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens werden die nächsten Schritte für das Unternehmen geklärt, mit dem Ziel, den Betrieb zu stabilisieren. Für Kunden und Belegschaft gibt es vorerst keine unmittelbaren Änderungen bei den Öffnungszeiten oder Dienstleistungen.