Haushaltsentwurf 2027: Gewerkschaften und Wirtschaft üben harsche Kritik an Sparplänen
Felix MaierHaushaltsentwurf 2027: Gewerkschaften und Wirtschaft üben harsche Kritik an Sparplänen
Der Haushaltsentwurf der Bundesregierung für 2027 steht sowohl bei Gewerkschaften als auch in der Wirtschaft in der scharfen Kritik. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) bezeichnet ihn als Angriff auf den Sozialstaat, während ein wirtschaftsnaher Verband der CDU warnt, die Zahlen seien nur auf dem Papier ausgeglichen. Streitpunkte sind vor allem Kürzungspläne, steigende Schulden und ausgebliebene Reformen.
Der DGB geißelte den Haushalt als einen "Frontalangriff auf den Sozialstaat". Stefan Körzell, Mitglied im DGB-Bundesvorstand, warf der Regierung vor, fast alle Bereiche – mit Ausnahme der Verteidigung – rigorosen Sparmaßnahmen zu unterwerfen, um die Haushaltsziele zu erreichen. Diese Kürzungen würden die wirtschaftliche Unsicherheit verschärfen, die Konsumlaune der Verbraucher belasten und eine Erholung der Kaufkraft weiter verzögern, so Körzell.
Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU, nannte den Entwurf "katastrophal". Er verwies auf ungelöste Haushaltslücken, aufgeschobene Schuldenrückzahlungen und stark steigende Nettokreditaufnahmen. Zwar sehe der Plan neue Einnahmequellen vor, doch fehle es an spürbaren Einsparungen oder strukturellen Reformen, kritisierte Steiger. Der Haushalt sei "nur auf dem Papier ausgeglichen" und gehe die langfristigen Finanzprobleme nicht an.
Der Entwurf stößt damit bei Arbeitnehmer- wie Arbeitgebervertretern auf Ablehnung. Kritiker monieren ungelöste Schuldenfragen, höhere Kreditaufnahmen und das Fehlen nachhaltiger Sparmaßnahmen. Ohne Nachbesserungen droht der Plan, die wirtschaftliche Instabilität zu verlängern und die Unzufriedenheit in der Bevölkerung zu verstärken.






