30 April 2026, 10:18

Klingbeil will Krypto-Steuern verschärfen – 2 Milliarden Euro bis 2027 geplant

Tortendiagramm, das die Marktkapitalisierung von Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, mit Abschnitten für Bitcoin, Ethereum, Litecoin und andere Kryptowährungen auf einem weißen Hintergrund.

Klingbeil will Krypto-Steuern verschärfen – 2 Milliarden Euro bis 2027 geplant

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil plant durch strengere Besteuerung von Kryptowährungen bis 2027 zusätzliche Einnahmen von 2 Milliarden Euro

Finanzminister Lars Klingbeil hat Pläne vorgelegt, um durch verschärfte Regeln zur Besteuerung von Kryptowerten bis 2027 zusätzliche 2 Milliarden Euro einzunehmen. Die Reform zielt auf die Bekämpfung von Steuerhinterziehung und strengere Vorschriften für Gewinne aus digitalen Vermögenswerten ab. Eine zentrale Änderung könnte die Abschaffung der aktuellen steuerfreien Haltedauer für langfristige Anleger sein.

Nach geltendem deutschen Recht bleiben Gewinne aus Kryptowährungen steuerfrei, wenn die Anlagen länger als zwölf Monate gehalten werden. Verkäufe innerhalb eines Jahres unterliegen dagegen dem persönlichen Einkommensteuersatz, wobei Gewinne unter 1.000 Euro steuerfrei bleiben. Das Finanzministerium hat eine "Anpassung" der Krypto-Besteuerung angedeutet, konkrete Details zur Erschließung der zusätzlichen Einnahmen stehen jedoch noch aus.

Eine diskutierte Option sieht vor, Krypto-Gewinne wie andere Wertpapiere zu besteuern – also mit einer pauschalen Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Eine weitere weitreichende Reform könnte die steuerfreie Haltedauer vollständig streichen. Diese Maßnahme allein könnte den größten Teil der angestrebten 2 Milliarden Euro einbringen.

Auch die neue EU-Richtlinie wird eine Rolle spielen: Sie verpflichtet Anbieter, Transaktionsdaten, Vermögenswerte und Nutzerangaben zu melden. Damit soll es Investoren erschwert werden, Krypto-Gewinne vor den Finanzbehörden zu verbergen. Klingbeils Plan umfasst zudem strengere Prüfungen, härtere Strafen für Steuerhinterzieher und eine intensivere Kontrolle von kurzfristigen Geschäften.

Unklar ist bisher, ob die neuen Regeln auch Anleger betreffen werden, die bereits Kryptowährungen besitzen. Hier könnte eine Sonderregelung für Bestandsinvestoren eingeführt werden. Bevor die Reformen in Kraft treten, muss der Entwurf jedoch noch Bundestag und Bundesrat passieren – Voraussetzung ist ein konkreter Gesetzesentwurf.

Die Bundesregierung erwartet, dass die verschärfte Krypto-Besteuerung bis 2027 rund 2 Milliarden Euro einbringt. Die Abschaffung der steuerfreien Haltedauer und die Umsetzung der EU-Meldepflichten dürften den Kern der Änderungen bilden. Die endgültige Fassung des Gesetzes hängt von den parlamentarischen Debatten und dem weiteren Gesetzgebungsverfahren ab.

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