Hertha BSC gibt Aufstiegsträume auf – jetzt zählt nur noch die Zukunftsplanung
Felix MaierHerthas Saison Noch Längst Nicht Beendet: Ein Auftritt für den Sechstplatzierten - Hertha BSC gibt Aufstiegsträume auf – jetzt zählt nur noch die Zukunftsplanung
Hertha BSCs Hoffnung auf den Bundesliga-Aufstieg ist nach einer enttäuschenden Serie in der 2. Bundesliga geplatzt. Unter Trainer Stefan Leitl rückt der Verein nun die verbleibenden zehn Saisonspiele in den Fokus – sie sollen als Testphase dienen, um die Mannschaft für die Ziele des kommenden Jahres zu bewerten.
Der Wendepunkt in Herthas Saison war die deutliche 2:5-Niederlage gegen den SC Paderborn im Oktober 2024. Damals stand die Mannschaft auf Platz 15 und kämpfte lediglich darum, mit einem Abschluss zwischen Rang 8 und 10 den Klassenerhalt zu sichern. Doch eine starke Aufholjagd katapultierte das Team bis März 2026 auf den dritten Tabellenplatz – mit 14 Siegen, sechs Unentschieden und sieben Niederlagen aus 27 Spielen.
Da der Aufstieg nun in weite Ferne gerückt ist, hat Leitl die Erwartungen angepasst. Sein neues Ziel ist Platz sechs, während die restlichen Partien dazu genutzt werden sollen, die Mannschaftsstärke zu prüfen. Der Coach fordert maximale Leistung und eine klare Haltung von jedem Spieler.
Ein Akteur, der in der Schlussphase fehlen wird, ist der 21-jährige Mittelfeldspieler Pascal Klemens. Sein Vertrag läuft aus, und er hat sich noch nicht auf das Verlängerungsangebot des Clubs festlegen wollen. Leitl und Sportdirektor Benni Weber werden die Gespräche führen, doch der Trainer hat klargestellt: Nur wer sich voll und ganz mit der Zukunft Herthas identifiziert, wird in seinen Plänen eine Rolle spielen.
Die kommenden zehn Spiele entscheiden, welche Spieler in Leitls Vision für die nächste Saison passen. Klemens' Abwesenheit lässt seine Zukunft offen, während das Team nach den jüngsten Rückschlägen neu formieren muss. Mit Platz sechs als Priorität will Hertha die Saison nun stärker als erwartet beenden.
