Hertha BSC schreibt erstmals seit Jahren schwarze Zahlen – ein finanzieller Neuanfang
Jonas SchmidtHertha mit positivem Ergebnis in der zweiten Hälfte von 2025 - Hertha BSC schreibt erstmals seit Jahren schwarze Zahlen – ein finanzieller Neuanfang
Hertha BSC verzeichnet erstmals seit Jahren Gewinn und signalisiert finanzielle Wende
In der ersten Hälfte der Saison 2025/26 meldete der Berliner Fußballclub Hertha BSC einen Gewinn von 385.000 Euro – ein seltenes positives Zeichen in der jüngeren Finanzgeschichte des Vereins. Die Verbesserung ist das Ergebnis einer Reihe von Sparmaßnahmen und Schuldenabbau-Bemühungen im vergangenen Jahr.
Die finanzielle Erholung des Clubs gewann im späten Jahr 2025 an Fahrt, als Hertha BSC Anleihen im Wert von 21,2 Millionen Euro aus dem bestehenden Nordic Bond zurückkaufte. Dieser Schritt verringerte die zinsbelasteten Verbindlichkeiten deutlich und entlastete die langfristige Finanzlage. Bis zur zweiten Jahreshälfte 2025 stieg das operative Ergebnis auf 4,1 Millionen Euro – ein Beleg für strengere Ausgabenkontrollen.
Trotz der Fortschritte bleibt die Schuldenlast des Vereins beträchtlich. Zu den aktuellen Verbindlichkeiten zählen 18,8 Millionen Euro aus dem verbleibenden Nordic Bond sowie 17,4 Millionen Euro gegenüber externen Gläubigern. Die Gesamtverschuldung liegt zwar weiterhin im zweistelligen Millionenbereich, konnte durch jüngste Rückzahlungen jedoch reduziert werden.
Weitere Einsparungen könnten sich ergeben, falls die Gehaltskosten des Profikaders – aktuell bei 59 Millionen Euro – nach Saisonende gesenkt werden. Zwar wurden noch keine konkreten Sparpläne für die zweite Jahreshälfte 2025 bekannt gegeben, doch die konsequente finanzielle Disziplin des Clubs zeigt bereits messbare Erfolge.
Der Gewinn von 385.000 Euro markiert einen seltenen Lichtblick in Herthas jüngster Finanzbilanz. Mit schrittweise sinkenden Schulden und kontrollierten Ausgaben scheint der Verein seine Finanzen zu stabilisieren. Zusätzliche Entlastung könnten in den kommenden Spielzeiten durch weitere Kürzungen bei den Spielergehältern erreicht werden.
