Hessen wählt: Kommunalwahlen mit klarem Signal an Russland im Ukraine-Krieg
Anton HuberMerz: 'Diplomatie mit Russland derzeit hoffnungslos' - Hessen wählt: Kommunalwahlen mit klarem Signal an Russland im Ukraine-Krieg
Kommunalwahlen in Hessen: Am 17. März steht die erste Abstimmung dieser Art seit fünf Jahren an
Fast 4,7 Millionen Einwohner Hessens sind aufgerufen, Vertreter für 21 Kreistage und 421 kommunale Parlamente zu wählen. Bundeskanzler Friedrich Merz und Hessens Ministerpräsident Boris Rhein haben die heiße Phase des Wahlkampfs vor der Abstimmung eingeläutet.
Die Wahlen umfassen alle Städte, Gemeinden und Landkreise des Bundeslandes. Die Wähler entscheiden, wer in den nächsten fünf Jahren die Sitze in lokalen und regionalen Vertretungen besetzt. Die letzte Kommunalwahl fand 2019 statt.
Merz bekräftigt harte Linie im Ukraine-Konflikt In der Endphase des Wahlkampfs nutzte Kanzler Merz die Gelegenheit, um seine Haltung zum Russland-Ukraine-Konflikt zu unterstreichen. Bei einer Kundgebung bezeichnete er den Konflikt als Angriff auf die politische Ordnung Europas. Er warf dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit über die Grenzen Russlands hinaus zerstören zu wollen.
Verhandlungen mit Moskau schloss Merz für den Moment aus. Er betonte, dass die Kämpfe zunächst enden müssten, bevor Gespräche möglich seien. In einem Interview mit dem MDR im Oktober 2025 hatte er frühere diplomatische Bemühungen als wirkungslos abgetan – mit Verweis auf russische Angriffe auf Zivilisten und kritische Infrastruktur.
Seit Kriegsbeginn im Februar 2022 vertritt Merz eine kompromisslose Linie gegen Zugeständnisse. Seine Argumentation: Die Ukraine müsse militärisch so stark sein, um weitere Aggressionen zu verhindern. Andernfalls, warnt er, werde Putin weiterhin versuchen, die postsowjetischen Grenzen Europas mit Gewalt neu zu ziehen.
Lokale Machtverhältnisse – und eine klare Botschaft an Russland Während die Hessen-Wahl über die kommunale Führung in der Region entscheidet, signalisieren Merzs Äußerungen: An der deutschen Haltung zu Russland wird sich nichts ändern. Seine Bedingung für Dialog – ein Ende der Kampfhandlungen – bleibt unverändert, während der Krieg sich dem vierten Jahr nähert.
