Hessen will alte Kfz-Kennzeichen ohne Grenzen zurückbringen – kommt die große Reform?
Jana SimonHessen will alte Kfz-Kennzeichen ohne Grenzen zurückbringen – kommt die große Reform?
Deutschlands Kfz-Kennzeichensystem könnte bald eine große Änderung erleben. Hessen setzt sich dafür ein, alle Beschränkungen für regionale Buchstabenkombinationen aufzuheben. Wird der Vorstoß genehmigt, könnten nach der Reform von 2012, die bereits einige historische Kürzel wieder einführte, noch mehr alte Kennzeichen zurückkehren.
Seit 2012 dürfen Landkreise und kreisfreie Städte im Rahmen der Kennzeichenliberalisierung alte Kfz-Kennzeichen wiederbeleben. Beispiele sind WAN für Herne/Wanne-Eickel, ALF für Alfeld oder NOR für Norden in Niedersachsen. Wie viele Kürzel bundesweit bereits wieder eingeführt wurden, ist jedoch nicht offiziell erfasst.
Bevor ein neues Kennzeichen vergeben werden kann, muss ein vollständig eigenständiger Zulassungsbezirk eingerichtet werden. Das aktuelle System kennt noch Grenzen – Hessens neuer Vorschlag zielt jedoch darauf ab, diese komplett abzuschaffen. Das Land argumentiert, dass die Aufhebung der Beschränkungen die regionale Identität weiter stärken würde.
Ein Beschluss zur Unterstützung des Plans wurde bereits gefasst. Nun geht der Antrag an die Bundesregierung, die über das Vorhaben entscheiden soll. Eine gesetzliche Frist für die Entscheidung gibt es nicht, der Zeitrahmen bleibt daher offen.
Die Initiative würde die Reform von 2012 ausweiten und den Regionen volle Freiheit bei der Wahl ihrer Kfz-Kennzeichen einräumen. Bei einer Zustimmung könnten weitere historische Kombinationen auf Deutschlands Straßen zurückkehren. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei der Bundesregierung.
