Hessens Wälder im Wandel: Mehr Laubholz, weniger Buchen nach Fällverbot-Ende
Jonas SchmidtMehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Wälder im Wandel: Mehr Laubholz, weniger Buchen nach Fällverbot-Ende
Holzeinschlag in Hessens Staatsforsten stieg 2025 leicht an
Im Jahr 2025 nahm der Holzeinschlag in den hessischen Staatsforsten leicht zu und erreichte etwa 1,49 Millionen Kubikmeter. Der Anstieg folgte auf die Aufhebung eines vorübergehenden Fällverbots für bestimmte Buchenbestände, das 2024 verhängt worden war. Forstverantwortliche arbeiten nun daran, die Folgen jahrelanger Dürreperioden aufzuarbeiten, während sie gleichzeitig Betrieb und Boden- sowie Holzvorräte schonen.
Das zeitweilige Fällverbot für Buchen sollte der Entwicklung neuer, klimaresistenter Waldstrategien dienen. Nach seiner Aufhebung 2024 veränderten sich die Einschlagmuster spürbar: Die Fällung von Laubholz stieg 2025 um etwa ein Viertel, während der Einschlag von Nadelholz im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 % zurückging.
Laut Daten des Hessischen Forstministeriums hat sich die Fläche der buchenreichen Wälder seit 2020 um etwa 12 % verringert. Lag sie einst bei rund 450.000 Hektar, umfasst sie heute noch etwa 396.000 Hektar. Dieser Rückgang spiegelt die anhaltenden Bemühungen wider, dichte Buchenbestände zu lichten und stattdessen trockenheitsresistente Arten wie Eiche und Ahorn zu fördern.
In ausgewählten Gebieten werden gezielt Buchen entfernt, um mehr Licht für jüngere, widerstandsfähigere Bäume zu schaffen. Diese Maßnahme dient dem langfristigen Ziel, stabile Mischwälder zu entwickeln, die besser an den Klimawandel angepasst sind. Gleichzeitig werden die Schäden durch frühere Hitzewellen und Dürren erst jetzt vollständig sichtbar, da Buchen Stresssymptome oft erst Jahre später zeigen.
Um Umweltschäden zu minimieren, plant HessenForst den Großteil der Holzeinschläge in die Wintermonate. Dadurch wird die Bodenverdichtung durch schwere Maschinen vermieden, und die Holzversorgung bleibt gesichert. Zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 stieg der Holzeinschlag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwa 6 %.
Die Veränderungen beim Holzeinschlag spiegeln sowohl akute Erfordernisse als auch langfristige Anpassungsstrategien wider. Während die Buchenbestände zurückgehen und der Laubholzeinschlag zunimmt, entwickeln sich Hessens Wälder allmählich hin zu widerstandsfähigeren Baumarten. Die Behörden bleiben damit befasst, die Holzproduktion mit Maßnahmen zur Renaturierung und Zukunftssicherung der Wälder in Einklang zu bringen.






