18 April 2026, 04:14

Hitze Debatte im Bundestag: Merz' umstrittene Äußerungen zu Gewalt gegen Frauen

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaert ist eine nationale Bedrohung - Sollen wir der Industrie gestatten, das Land zu fesseln" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielseitige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

Hitze Debatte im Bundestag: Merz' umstrittene Äußerungen zu Gewalt gegen Frauen

Im Bundestag entbrannte eine hitzige Debatte über Gewalt gegen Frauen. Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte die steigende Zahl der Fälle. Während der Sitzung wies Merz auf einen besorgniserregenden Anstieg von Angriffen auf Frauen hin und behauptete, ein erheblicher Teil dieser Straftaten gehe auf Immigranten zurück. Seine Aussage löste umgehend scharfe Kritik der Opposition aus.

Matthias Miersch, Fraktionschef der SPD, bezeichnete Merz' Stellungnahme als unangemessen. Gewalt gegen Frauen betreffe alle Teile der Gesellschaft und dürfe nicht pauschal einer einzelnen Gruppe angelastet werden, argumentierte er. Miersch betonte, dass Täter aus den unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen stammten – nicht ausschließlich aus Migrantenkreisen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der SPD-Politiker forderte eine umfassendere Auseinandersetzung mit dem Problem. Gewalt gegen Frauen sei ein gesellschaftliches Übel, das weder mit Nationalität noch mit Religion in Verbindung gebracht werden dürfe. Der Schutz der Opfer müsse im Mittelpunkt stehen – unabhängig davon, wer die Täter seien.

Der Schlagabtausch offenbarten tiefe Gräben in der Frage, wie Gewalt gegen Frauen bekämpft werden soll. Während Merz den Fokus auf Täter mit Migrationshintergrund legte, plädierte Miersch für einen ganzheitlichen Ansatz. Die Debatte unterstrich die Dringlichkeit einer gemeinsamen Strategie, um das wachsende Problem wirksam anzugehen.

Quelle