Ingolstadts ikonisches Congress Hotel schließt – das Ende einer 52-jährigen Ära
Anton HuberCongress Hotel Steht Vor Schließung - Bürgermeister: 'Schwerer Weg' - Ingolstadts ikonisches Congress Hotel schließt – das Ende einer 52-jährigen Ära
Ingolstadt' ikonisches Congress Hotel schließt am 31. Januar – das Ende einer Ära für den 52 Jahre alten Wahrzeichenbau
Die Schließung des Hauses stellt einen herben Rückschlag für die Stadt dar und wirft rund 40 Mitarbeiter in eine ungewisse Zukunft. Bürgermeister Sven Schulze hat sich eingeschaltet, um die Belegschaft zu unterstützen, während die Gespräche mit dem Eigentümer weiterlaufen.
Das Hotel eröffnete 1974 als Interhotel in der DDR-Zeit und entwickelte sich seitdem zu einem prägenden Element der Ingolstädter Stadtansicht. Mit fast 100 Metern Höhe ist es architektonisch mit dem Rathaus und dem Kongresszentrum verbunden und liegt in unmittelbarer Nähe zum Karl-Marx-Monument.
Die GCH Hotel Group, die den Betrieb Ende 2023 übernahm, kündigte die Schließung an – ohne Gründe zu nennen. Zuvor wurde das Haus von der Maya Hotel Operation GmbH geführt, die im Besitz kypriotischer Investoren stand. Aktueller Eigentümer ist die in Luxemburg ansässige Aroundtown SA.
Die Gewerkschaft NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten) wehrt sich gegen die Schließung und drängt auf alternative Lösungen. Gleichzeitig verhandelt der Betriebsrat über Abfindungen für die betroffenen Beschäftigten. Bürgermeister Schulze hat die Unterstützung der Mitarbeiter zur Priorität erklärt, eine Übernahme des Hotelbetriebs durch die Stadt kommt jedoch nicht infrage.
Die Gespräche zwischen dem Oberbürgermeister, der Belegschaft und dem Eigentümer dauern noch an.
Die Schließung hinterlässt eine Lücke in Ingolstadt' Gastgewerbe – jahrzehntelang war das Haus ein zentraler Veranstaltungsort. Während die Stadt nach Wegen sucht, zu helfen, bleibt die Zukunft des Gebäudes und seiner Mitarbeiter ungewiss. Die Ergebnisse der laufenden Verhandlungen werden entscheiden, wie es für die Beschäftigten und den Standort weitergeht.
