Irans Protestwelle schwappt über – Tausende fordern das Ende der Islamischen Republik
Anton HuberRund 200 Menschen bei Iran-Protestdemonstration in Erfurt - Irans Protestwelle schwappt über – Tausende fordern das Ende der Islamischen Republik
In Iran haben die Proteste weiter an Schärfe gewonnen, während Demonstranten das Ende der Islamischen Republik fordern. Immer wieder gehen Menschenmengen auf die Straßen.
Die Unruhen haben sich landesweit ausgebreitet, wobei Menschenrechtsorganisationen von über 2.500 Toten im Zusammenhang mit der gewaltsamen Niederschlagung berichten. Die Protestierenden lehnen die aktuelle Regierung offen ab und verlangen einen Machtwechsel. In Deutschland versammelten sich rund 200 Menschen in Erfurt, um ihre Solidarität mit den iranischen Demonstranten zu zeigen.
Reza Pahlavi, der älteste Sohn des letzten Schahs von Iran, hat sich aus dem Exil heraus als zentrale Figur der Opposition positioniert. Der vor allem in den USA lebende Pahlavi erklärte in Interviews, er plane, "so schnell wie möglich" in den Iran zurückzukehren, falls eine Revolution gelingt. Im Januar 2026 skizzierte er konkrete politische Pläne für seine ersten hundert Tage an der Macht – für den Fall, dass das Regime stürzt. Sein Bild ist zu einem Symbol für die Protestierenden geworden, die in ihm einen möglichen Führer in einer Ära nach der Islamischen Republik sehen. Trotz massiver Repression setzen die Demonstranten ihr Leben aufs Spiel, um ihren Widerstand auszudrücken.
Die Proteste zeigen keine Anzeichen einer Beruhigung, während die internationale Aufmerksamkeit für die gewaltsame Niederschlagung im Iran wächst. Pahlavis Äußerungen und die Verwendung seines Bildes deuten auf eine sich ausweitende Bewegung für einen Regimewechsel hin. Die hohe Zahl der Toten und die anhaltende Unterdrückung unterstreichen die dramatischen Folgen der Unruhen.
