Jobcenter Bremen reformiert nach Skandal: Neue Führung und mehr Transparenz
Jonas SchmidtJobcenter Bremen reformiert nach Skandal: Neue Führung und mehr Transparenz
Das Jobcenter Bremen hat nach dem „Kreativraum“-Skandal Führungswechsel und neue Transparenzmaßnahmen angekündigt. Der Verwaltungsrat hat Reformen beschlossen, um die Kontrolle über öffentliche Gelder zu verbessern. Carsten Glawatz wird im kommenden Jahr die Geschäftsführung übernehmen.
Der Verwaltungsrat hat Maßnahmen ergriffen, um die Rechenschaftspflicht zu stärken. Der Vorsitzende Joachim Ossmann erklärte, die Gremien hätten die Führungsstrukturen klarer definiert und die Transparenz in finanziellen Angelegenheiten erhöht. Zudem werden künftig regelmäßige Berichtspflichten eingeführt.
Carsten Glawatz leitet derzeit die internen Dienstleistungen bei der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven. Ab dem 1. August 2026 wird er die kommissarische Leiterin Wiebke Nelson als Geschäftsführer des Jobcenters ablösen. Sein Vertrag läuft bis zum 31. August 2027.
Dr. Gunnar Isenberg, Bremens Senator für Arbeit, übernimmt am selben Tag den Vorsitz des Verwaltungsrats. Zudem wird das Jobcenter künftig alle geplanten Finanzvorhaben im Voraus offenlegen, sofern sie nicht mit dem Gremium abgestimmt wurden.
Ziel der Reformen ist es, künftigen Missbrauch öffentlicher Mittel zu verhindern. Die Ernennung Glawatz’ und die neuen Berichtspflichten sind Teil dieser Bemühungen. Die Änderungen werden in den nächsten zwei Jahren schrittweise umgesetzt.
