Joni Mitchells emotionaler Juno-Auftritt krönt kanadische Musiknacht
Die Juno Awards feierten kanadische Musik mit einem rein einheimischen Line-up und einer herzlichen Atmosphäre. Einer der Höhepunkte des Abends war die Verleihung des Lifetime-Achievement-Awards an Joni Mitchell durch Premierminister Mark Carney. Die legendäre Künstlerin stand zudem für einen seltenen Auftritt auf der Bühne.
Premierminister Mark Carney überreichte Mitchell die Auszeichnung und bezeichnete sie als Kulturikone, deren Songwriting ganze Generationen geprägt habe. In ihrer Dankesrede zeigte sie sich gerührt, wieder in Kanada zu sein, und blickt auf ihr Hirnaneurysma aus dem Jahr 2015 zurück. Die gesundheitliche Krise habe ihr unerwartete Klarheit über ihr Leben gebracht, so Mitchell.
Nach der Ehrung bot sie ein berührendes Set ihrer Klassiker dar. Später schloss sie sich anderen kanadischen Künstlern für eine musikalische Hommage an ihr Werk an.
Auch Nelly Furtado wurde an diesem Abend gewürdigt: Sie nahm ihre Aufnahme in die Canadian Music Hall of Fame entgegen. Drake, der trotz früherer Spannungen mit den Junos seine Differenzen beiseitelegte, überraschte mit einer Ehrung für Furtado.
Mitchells Auftritt markierte einen seltenen öffentlichen Moment der Künstlerin, die sich in den letzten Jahren weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat. Die Junos zeigten die Einheit der kanadischen Musikszene – mit Huldigungen und Auftritten, die das reiche musikalische Erbe des Landes unterstrichen. Die Veranstaltung endete in einer Stimmung des Feierns und der gegenseitigen Wertschätzung.






