18 February 2026, 21:47

Joschka Fischer kehrt zurück – und feuert Cem Özdemir im Wahlkampf an

Ein deutscher Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa, mit Textinformationen über die Partei.

Joschka Fischer im Wahlkampf: Die Rückkehr des Showmasters - Joschka Fischer kehrt zurück – und feuert Cem Özdemir im Wahlkampf an

1.100 Besucher drängten sich im Biberacher Rathaus, um Joschka Fischer auf dem Wahlkampfpfad wiederzuerleben. Der ehemalige Außenminister, der sich zuletzt 2005 öffentlich äußerte, hielt eine 20-minütige Rede zur Unterstützung von Cem Özdemir, dem Spitzenkandidaten der Grünen für die Wahl am 8. März. Viele Interessierte mussten abgewiesen werden, da der Saal schnell ausverkauft war.

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Fischer, einst eine Wahlkampflegende mit feurigen Reden und landesweiten Bustouren, feierte ein beeindruckendes Comeback. Er lobte Özdemir als 'den besten Kandidaten, den ich mir vorstellen kann', während er den CDU-Herausforderer Manuel Hagel kritisierte, der sich versucht habe, das Erbe des beliebten Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zuzueignen.

Das Publikum honorierte Fischers Worte mit stehenden Ovationen, als er sich wieder setzte. In seiner Rede ging er auch auf größere Herausforderungen ein und warnte vor 'harten Zeiten', die durch die Politik des amerikanischen Präsidenten und den Aufstieg der AfD vorangetrieben würden. Er betonte, wie wichtig es sei, dass Deutschland in seinen westlichen Bündnissen und in der Bindung an die EU standhaft bleibe.

Özdemir, der in Umfragen derzeit hinter der CDU liegt, sucht Unterstützung durch prominente Persönlichkeiten wie Fischer. Der ehemalige Außenminister, der von 1998 bis 2005 amtierte, führte Deutschland in manche Konflikte hinein, mied andere jedoch bewusst. Sein erneutes öffentliches Auftreten markiert einen seltenen und bedeutenden Moment im Wahlkampf.

Die Veranstaltung in Biberach unterstrich Özdemirs Bemühungen, vor der Wahl am 8. März noch einmal Schwung zu gewinnen. Fischers Rückendeckung und seine Warnungen vor politischer Instabilität verleihen dem Wahlkampf der Grünen zusätzliches Gewicht. Da die Umfragen Özdemir hinter der CDU sehen, wird die Partei in der heißen Phase auf solche prominenten Fürsprecher setzen müssen.