Kai Wegner spielt Tennis während Berlins Stromausfall – und erntet heftige Kritik
Jonas SchmidtGdP verteidigt Wegner nach Kritik am Tennisspielen - Kai Wegner spielt Tennis während Berlins Stromausfall – und erntet heftige Kritik
Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner gerät in Kritik, nachdem er während eines großflächigen Stromausfalls Tennis spielte
Am Samstag zwischen 13:00 und 14:00 Uhr, als Teile Berlins mit Stromausfällen kämpften, sah sich Wegner in einer Tennishalle in der Nähe von Kladow – begleitet von seiner Partnerin, der Bildungssenatorin Katharina Günter-Wünsch. Augenzeugen und die Senatssprecherin Christine Richter bestätigten seine Anwesenheit während des Blackouts. Auf Nachfrage erklärte Wegner, er habe "abschalten" müssen und bezeichnete die Pause als notwendige Erholung.
Stephan Weh, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei Berlin, verteidigte später die Entscheidung des Bürgermeisters, sich trotz der Krise eine Auszeit zu gönnen. Weh wies die Kritik zurück und argumentierte, die physische Präsenz von Politikern während eines Notfalls bringe den Einsatzkräften keinen praktischen Nutzen. Zudem betonte er, Wegner habe seine Aufgaben während der Krise bereits effektiv erfüllt. Allerdings räumte er ein, dass der Vorfall das öffentliche Ansehen des Bürgermeisters beeinträchtigen könnte. Weh warnte davor, die Debatte über die private Pause von dringlicheren Themen ablenken zu lassen – etwa dem Schutz kritischer Infrastruktur.
Der Vorfall wirft Fragen auf, wie Führungskräfte in Krisenzeiten Verantwortung und private Bedürfnisse vereinbaren. Während Wegner auf dem Tennisplatz war, arbeiteten Einsatzteams daran, die Stromversorgung wiederherzustellen. Nun bleibt abzuwarten, wie die Öffentlichkeit auf das Verhalten des Bürgermeisters reagiert und welche Auswirkungen dies auf sein Standing haben könnte.
