Kampagne „Digitaler Unabhängigkeitstag“ fordert Ausstieg aus Tech-Monopolen
Felix MaierChaos Computer Club ruft zum 'digitalen Unabhängigkeitstag' auf - Kampagne „Digitaler Unabhängigkeitstag“ fordert Ausstieg aus Tech-Monopolen
„Digitaler Unabhängigkeitstag“: Neue Kampagne will Nutzer von Tech-Konzernen befreien
Eine neue Initiative unter dem Namen Digitaler Unabhängigkeitstag ist gestartet, um Menschen dabei zu helfen, sich aus der Abhängigkeit von großen Tech-Plattformen zu lösen. Organisiert vom Chaos Computer Club (CCC) und Partnerorganisationen, wirbt die Kampagne dafür, auf datenschutzfreundliche Alternativen umzusteigen – etwa sichere E-Mail-Anbieter oder verschlüsselte Messenger. Den Auftakt bildet eine Veranstaltung am 4. Januar, gefolgt von monatlichen Treffen jeweils am ersten Sonntag im Monat.
Die Aktion startet parallel zum 39. Chaos Communication Congress in Hamburg, wo rund 16.000 Teilnehmer zusammenkommen. Das viertägige Event bietet 165 Vorträge, darunter auch spätabendliche Sessions, zu Themen wie digitale Rechte, Sicherheit und Aktivismus.
Unterstützer kritisieren, dass einige Milliardäre durch Unternehmensmonopole zu viel Kontrolle über das digitale Leben der Menschen ausüben. Der Autor Marc-Uwe Kling unterstützt die Initiative und warnt, dass solche Monopole die Demokratie gefährden, indem sie Wahlfreiheit und Privatsphäre einschränken. Um den Umstieg zu erleichtern, hat der Illustrator Florian Biege anschauliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen für den Wechsel zu unabhängigen Diensten entworfen. Der CCC, Europas größte Vereinigung ethischer Hacker, setzt sich seit Langem für die Aufdeckung von Sicherheitslücken und den Schutz von Nutzern ein. Zu den Partnern zählen digitale Rechtsorganisationen wie Digitale Gesellschaft, Netzpolitik.org sowie lokale Aktivistenkollektive. Gemeinsam wollen sie digitale Vielfalt fördern und die Abhängigkeit von dominierenden Plattformen verringern.
Die erste Veranstaltung des Digitalen Unabhängigkeitstags findet am 4. Januar statt, weitere monatliche Treffen folgen. Die Kampagne stellt Werkzeuge und Unterstützung für alle bereit, die sich von den großen Plattformen lösen möchten. Die Organisatoren hoffen, dass dieser Wandel Privatsphäre und demokratische Kontrolle über digitale Räume stärkt.
