Katholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Reform durch Privatisierung
Anton HuberKatholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Reform durch Privatisierung
Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) fordert grundlegende Reformen des deutschen Schienennetzes. Die Organisation plädiert dafür, die Deutsche Bahn zu privatisieren und mit stärkerem unternehmerischem Antrieb zu führen. Nur so ließen sich die langjährigen Probleme des Sektors lösen, argumentiert der Verband.
Martin Nebeling, Bundesvorsitzender des BKU, kritisierte die staatliche Führung der Bahn scharf. Die öffentliche Hand habe es versäumt, das Unternehmen effizient zu steuern, so Nebeling. Thomas Tietz, Leiter der BKU-Arbeitsgruppe Energie und Nachhaltigkeit, betonte unterdessen die Dringlichkeit eines leistungsfähigen und zuverlässigen Schienennetzes.
Als Hauptgründe für die Misere der Bahn nannte der BKU mangelnde Planung, technische Defizite und schwache Unternehmensführung. Als Beispiele führte der Verband die explodierenden Kosten bei Stuttgart 21 sowie den Zusammenbruch des Zugfunksystems an. Zur Untermauerung verwies die Organisation auf erfolgreiche Privatisierungen wie die der Deutschen Telekom, der DHL Group und der Lufthansa.
Der BKU besteht auf tiefgreifende strukturelle Reformen – inklusive einer vollständigen Privatisierung. Nur so ließe sich die Wettbewerbsfähigkeit stärken und die Performance des Schienenverkehrs nachhaltig verbessern, heißt es in der Stellungnahme.
In ihrem Reformvorschlag fordert die Organisation einen Bruch mit der staatlichen Steuerung. Nur private Eigentumsstrukturen könnten die nötige Effizienz und Zuverlässigkeit im Schienennetz gewährleisten, so die Überzeugung des BKU. Die Forderungen wurden bereits an Politiker und Branchenvertreter herangetragen.
