Kfz-Handwerk bleibt Deutschlands größter Ausbilder – doch Fachkräftemangel droht
Felix MaierKfz-Handwerk bleibt Deutschlands größter Ausbilder – doch Fachkräftemangel droht
Deutschlands Kfz-Handwerk bleibt Spitzenreiter in der Berufsausbildung
Mit 73.500 Auszubildenden ist der automotive Gewerbe in Deutschland nach wie vor der größte Anbieter dualer Berufsausbildung. Die Branche setzt stark auf das duale System, um Fachkräfte zu gewinnen – doch mit dem technologischen Wandel und neuen Anforderungen tun sich Herausforderungen auf. Praktika gelten inzwischen als beste Methode, um junge Talente zu gewinnen und ihre Eignung für den Beruf zu prüfen.
Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker ist mit fast 25.000 Abschlüssen im Jahr 2025 die beliebteste in Deutschland – ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zu 2024. Trotz des Erfolgs haben viele Betriebe Schwierigkeiten, genug qualifizierte Bewerber zu finden, sodass zahlreiche Stellen unbesetzt bleiben.
Die Mobilitätswende verändert die gefragten Kompetenzen Künftige Fachkräfte müssen sich stärker mit Hochvoltsystemen, Software und alternativen Antrieben auskennen. Neben dem technischen Know-how gewinnen persönliche Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Motivation und Teamfähigkeit an Bedeutung.
Abbruchquoten bleiben ein Problem Häufige Fehlzeiten, mangelnde Zuverlässigkeit oder Konflikte im Team führen dazu, dass Ausbildungen vorzeitig beendet werden. Branchenverbände sind gefordert, hier gegenzusteuern – etwa durch bessere Weiterbildungen für Ausbilder und gezielte Nachwuchskampagnen.
Duales System muss sich modernisieren Obwohl die duale Ausbildung nach wie vor gut zu den Bedürfnissen der Branche passt, mahnen Experten eine Anpassung an neue Technologien an. Ohne Reformen könnte die Kluft zwischen Ausbildungsinhalten und Praxisanforderungen weiter wachsen.
Fachkräftenachwuchs sichern – aber wie? Die Automobilbranche bleibt auf das duale System angewiesen, um ihren Fachkräftebedarf zu decken. Mit dem technologischen Fortschritt müssen sich sowohl Ausbilder als auch Azubis auf neue Anforderungen einstellen. Entscheidend werden branchenweite Unterstützung und moderne Ausbildungsmethoden sein, um auch künftig genug qualifizierte Techniker auszubilden.
