KI-Roboter DeepLeng revolutioniert die Erforschung der Meereswelt
Ein neues Projekt revolutioniert die Überwachung der marinen Artenvielfalt
Unter dem Namen SeaMe startete im Sommer 2024 eine Initiative, die teure, invasive und CO₂-intensive Methoden durch moderne Technologien ersetzen soll. Federführend ist der Energiekonzern RWE, der gemeinsam mit Forschungspartnern intelligente und nachhaltige Lösungen für die Erforschung des Meerlebens entwickelt.
Das auf drei Jahre angelegte SeaMe-Projekt kombiniert Drohnen, die Analyse von Umwelt-DNA sowie autonome Unterwasserfahrzeuge (AUVs). Ein zentraler Baustein ist der KI-gestützte Tauchroboter DeepLeng, der unter Leitung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) entsteht. Mit maschinellem Lernen und Bildverarbeitung soll er Fische und Meeressäuger identifizieren und sich sicher durch Unterwasserlandschaften bewegen.
Das DFKI stattet DeepLeng zudem mit einem multimodalen Sensorsystem aus, das Wassertemperatur, Salzgehalt und Sauerstoffwerte misst. Intelligente Algorithmen ermöglichen es dem AUV, Hindernisse zu erkennen und autonom zu navigieren. Bevor der Roboter im Offshore-Bereich eingesetzt wird, optimiert das Team Kommunikation, Sicherheitsfunktionen und Systemzuverlässigkeit. Praxistests finden im Helgoländer Maritimen Technologie-Testzentrum und im Offshore-Windpark Kaskasi von RWE statt. Das Alfred-Wegener-Institut (AWI) trägt durch die Weiterentwicklung des AUV-Designs für langfristiges Biodiversitätsmonitoring bei. Weitere Partner wie HIFMB, BioConsult SH und DHI A/S unterstützen Forschung und Erprobung während der gesamten Laufzeit.
SeaMe zielt darauf ab, die Umweltbelastung bei der Meeresüberwachung zu verringern und gleichzeitig die Datenqualität zu verbessern. Durch den Einsatz von KI, Robotik und Sensortechnik könnte das Projekt neue Maßstäbe für eine nachhaltige Meeresforschung setzen. Tests unter realen Bedingungen sollen zeigen, wie leistungsfähig die Innovationen unter herausfordernden Bedingungen sind.
