29 June 2026, 12:23

Knaufs Gipsabbau untertage erhält grüne Ampel – mit strengen Auflagen

Hürde auf dem Weg zu neuem Gipsbergwerk genommen

Knaufs Gipsabbau untertage erhält grüne Ampel – mit strengen Auflagen

Knaufs Plan, Gips untertage über die nächsten 50 Jahre abzubauen, wurde einer gründlichen Prüfung unterzogen. Die Regierung Unterfrankens kam zu dem Schluss, dass das Vorhaben bei Einhaltung strenger Auflagen keine unkontrollierbaren Risiken birgt. Diese Entscheidung folgt auf umfangreiche Beratungen und öffentliche Einwände.

Am Raumordnungsverfahren waren 79 Behörden beteiligt, die rund 4.300 Einwendungen aus der Bevölkerung prüften. Eine Online-Petition gegen das Projekt sammelte zudem über 5.600 Unterschriften. Trotz des Widerstands betonte die Regierung, dass die Risiken für die Trinkwasserversorgung beherrschbar seien – vorausgesetzt, Knauf hält sich an die vorgegebenen Bedingungen.

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Das Unternehmen begrüßte die Bewertung und bezeichnete sie als Ergebnis einer intensiven Prüfung und fachlichen Bestätigung. Knauf plant, jährlich eine Million Tonnen Gips zu fördern. Patrick Friedl von den Grünen kritisierte hingegen die Einschätzung und warf vor, die Gefährdung des Trinkwassers sei falsch bewertet worden.

Die Region versorgt Würzburg und umliegende Gemeinden mit Trinkwasser. Ein Restrisiko bleibt zwar bestehen und wird als beherrschbar eingestuft, doch bei einem Absinken des Grundwasserspiegels müsste der Abbau gestoppt werden. Die endgültige Genehmigung liegt nun bei der Bergbehörde Nordbayern, die bis Jahresende entscheiden soll.

Knauf muss die von der Regierung festgelegten Auflagen erfüllen, um das Projekt umsetzen zu können. Die Zukunft des Vorhabens hängt vom Beschluss der Bergbehörde ab. Bei einer Genehmigung könnten die Arbeiten unter strenger Aufsicht beginnen, um die örtlichen Wasservorräte zu schützen.

Quelle