Kühlungsborns historische Villa Baltic soll nach jahrzehntelangem Leerstand zum Leben erwachen
Anton HuberKühlungsborn renoviert Villa Baltic ohne Investor - Kühlungsborns historische Villa Baltic soll nach jahrzehntelangem Leerstand zum Leben erwachen
Die historische Villa Baltic in Kühlungsborn könnte nach jahrzehntelangem Leerstand bald neues Leben einhauchen. Der Stadtrat steht vor einer Abstimmung über Pläne zum Kauf und zur Sanierung des direkt am Meer gelegenen Anwesens, das seit etwa 2019 ungenutzt ist. Bei einer Zustimmung würde aus der Villa und ihrem Umfeld ein öffentlicher Begegnungsort mit modernen Einrichtungen entstehen.
Die Stadt Kühlungsborn plant, die Villa zu übernehmen und die Sanierung mit öffentlichen Mitteln zu finanzieren. Frühere Versuche privater Investoren, das Gelände zu entwickeln – darunter ein vorgeschlagenes Hotel an der Strandpromenade – scheiterten. Nun will die Kommune das Projekt selbst in die Hand nehmen.
Die Pläne umfassen die Renovierung der Villa sowie den Neubau angrenzender Gebäude. Ein Rathaus, eine Tiefgarage und Flächen für Geschäfte sowie Arztpraxen sind Teil des Entwurfs. Die Gesamtkosten werden auf über 32 Millionen Euro geschätzt, wobei voraussichtlich zwei Drittel durch Bundes- und Landeszuschüsse gedeckt werden könnten.
Eine lokale Veranstaltung mit dem Titel 'Die Geschichte der Villa' findet um 16:00 Uhr in der Heimatstube statt und bietet Einblicke in die einzigartige Architektur und Vergangenheit des Gebäudes. Zwar sind Details zur ursprünglichen Errichtung und früheren Nutzung noch unklar, doch die lange Leerstandsphase hat die Villa zu einem zentralen Punkt für die städtebauliche Neugestaltung gemacht. Die endgültige Entscheidung des Rates fällt in der Sitzung am Dienstag.
Falls die Abstimmung erfolgreich verläuft, würde das Projekt aus einem lange vernachlässigten Wahrzeichen einen funktionalen öffentlichen Raum machen. Die sanierte Villa und die neuen Einrichtungen kämen sowohl Anwohnern als auch Besuchern zugute, wobei die Finanzierung größtenteils durch öffentliche Fördermittel gesichert wäre. Das Ergebnis der Dienstagssitzung wird die weiteren Schritte für das Gelände bestimmen.
