IHW-Präsident fürchtet wirtschaftliche Folgen eines AfD-Wahlsiegs - Landtagswahl in Sachsen: Warum Ökonomen vor einem AfD-Sieg warnen
Die anstehende Landtagswahl in Sachsen wirft Fragen nach möglichen wirtschaftlichen Folgen auf. Reint Gropp, Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), warnt, dass ein Sieg der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) nicht nur regional, sondern bundesweit finanzielle Verwerfungen auslösen könnte. Seine Äußerungen stützen sich auf Studien, die zeigen, dass Volkswirtschaften unter populistischer Führung oft hinter anderen zurückbleiben.
Sachsen wird seit fünf Jahren von der CDU regiert, die in dieser Zeit Arbeitsplatzförderung, Ausbildungsinitiativen und die Stärkung lokaler Industrien vorangetrieben hat. Nach der Wahl 2021 bildete die Partei eine Koalition – ohne die AfD, die vom Landesverfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird.
Gropp betont, dass eine von der AfD geführte Regierung Investitionen in ganz Deutschland abschrecken könnte – nicht nur in Sachsen. Unternehmen könnten das Land als Standort weniger attraktiv finden, während das IWH selbst Schwierigkeiten hätte, internationales Personal zu gewinnen. Einige Forscher könnten sogar abwandern, um woanders bessere Chancen zu nutzen.
Der Ökonom unterstreicht zudem die Notwendigkeit vorausschauender Politiken, um den demografischen Wandel zu bewältigen und Fachkräfte anzuziehen. Ein AfD-Sieg, so seine Argumentation, würde diese Bemühungen untergraben und es erschweren, die dringend benötigten Talente und Fördergelder für die Region zu sichern.
Das Wahlergebnis könnte die wirtschaftliche Zukunft Sachsens entscheidend prägen. Ein Regierungswechsel könnte Investoren verunsichern, Forschungseinrichtungen schwächen und Fortschritte in der Arbeitsmarkt- und Industriepolitik bremsen. Die Wettbewerbsfähigkeit des Landes bei der Gewinnung von Fachkräften und Wirtschaftschancen steht auf dem Spiel.
