14 March 2026, 18:19

Legendäres Münchner Kneipen-Kunstwerk Schwabinger 7 wird nach 50 Jahren wieder enthüllt

Ein detailliertes altes Stadtplan von München, Deutschland, auf schwarzem Hintergrund, der Straßen, Gebäude, Sehenswürdigkeiten und Text mit Straßennamen und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Legendäres Münchner Kneipen-Kunstwerk Schwabinger 7 wird nach 50 Jahren wieder enthüllt

Ein historisches Stück Münchner Nachtleben wird bald der Öffentlichkeit präsentiert. Der Künstler Rupert Dorrer verwandelte eine Wand der legendären Kneipe Schwabinger 7 in ein Mixed-Media-Kunstwerk. Das Werk mit dem Titel Schwabinger 7 wird am Montag, dem 14. März, um 11 Uhr in der Galerie von Bruckmühl vom neu gewählten Bürgermeister der Stadt, Richard Richter, enthüllt.

Das Kunstwerk entstand als Rekonstruktion der ursprünglichen Bar-Wand, die vor Jahren abgerissen wurde. Dorrer und Gerd "Manila" Waldhauser, der ehemalige Wirt des Schwabinger 7, arbeiteten in den 1970er-Jahren gemeinsam an dem Projekt. Waldhauser spielte eine zentrale Rolle bei der Entstehung und initiierte später zwischen 2023 und 2025 dessen Restaurierung. Das 140 Zentimeter breite und 72 Zentimeter hohe Werk wurde in Mixed-Media-Technik auf Holz gefertigt.

2012 kam das Kunstwerk unter den Hammer und wurde von Denn's Biomarkt ersteigert. Heute steht auf dem Gelände der alten Kneipe eine Filiale der Supermarktkette. Dorrer trifft sich noch immer mit Waldhauser am Stammtisch des Grünen Eck in der Schwabinger Marktstraße – und hält so den Geist jener Zeit lebendig.

Die Bruckmühler Galerie, in der das Werk ausgestellt wird, beherbergt bereits 140 Arbeiten aus dem Landkreis Rosenheim, die von 1875 bis in die Gegenwart reichen. Dorrer sieht im Schwabinger 7 ein Symbol für Vergänglichkeit, das Aufstieg und Niedergang der Kneipe als Münchner Institution widerspiegelt.

Die Enthüllung markiert ein neues Kapitel für ein Werk, das eng mit der Münchner Kulturgeschichte verbunden ist. Einst Teil der berühmtesten Bar der Stadt, wird das Kunstwerk nun in Bruckmühl der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sein Weg – von Abriss über Auktion und Restaurierung bis zur Ausstellung – unterstreicht die anhaltende Verbindung zur Vergangenheit.

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